Die Angst vor der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen zieht auch Betrüger an. Die haben es derzeit offenbar besonders auf ältere Menschen abgesehen und versuchen, Corona-Impfpakete am Telefon zu verkaufen. Die Bonner Polizei berichtete nun von einem Fall, in dem das Opfer des Anrufs selbst die Ordnungshüter verständigte. Die Polizei machte die Betrüger dingfest, als diese an der Tür das Geld abholen wollten.

Impfstoffpaket: 6.000 Euro

Das Impfstoffpaket koste 6.000 Euro, so teilten die Betrüger der Frau mit und setzten ganz offensichtlich auf die vorherrschende Angst vor einer Infektion. Dass der Trick funktioniert, dürfte wahrscheinlich sein: Versuche dazu habe es in den vergangenen Tagen laut Polizei mehrfach gegeben.

Tatsächlich verkaufen die Betrüger selbstverständlich keinen Impfstoff. Der Corona-Impfstoff wird derzeit in Deutschland noch nicht einmal verteilt. Nach der Zulassung des Impfstoffs von BioNTech / Pfizer wird nach Weihnachten mit den ersten Impfmaßnahmen gerechnet.

Dabei ist die Zuteilung an die einzelnen Impfstoff-Zentren vorgesehen, die wiederum in einem ersten Zug offenbar vor allem Alten- und Pflegeheime versorgen möchten. Der Preis des Impfstoffs ist zudem deutlich geringer als hier avisiert. Pro Impfstoffdosis bezieht BioNTech / Pfizer zumindest aus den USA knapp 20 Dollar für die erste Charge. Eine Impfung verlangt zwei Dosen, womit sich ein Gesamtpreis in Höhe von 40 Dollar ergibt.

Das Geschäft mit den Impfstoffen dürfte sich für die Unternehmen dennoch lohnen. BioNTech / Pfizer wollen im kommenden Jahr etwa 1,3 Milliarden Impfstoffdosen verkaufen. Dies wiederum entspricht einem Gesamtumsatz von umgerechnet etwa 13 Milliarden Euro, wenn die zunächst vereinbarten Preise gehalten werden.

Zudem wird auch die nun zugelassene Impfstoffdosis von Moderna zumindest in den USA ähnliche Summen erbringen. Weitere Zulassungen stehen offenbar an. Gerüchteweise soll AstraZeneca noch Ende Dezember in Großbritannien die Zulassung erhalten.



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Von Veritatis

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