Gerade zum Heiligabend waren die Innenstädte in den vergangenen Jahren noch einmal brechend voll. Die wichtigsten Tage des Jahres setzten sich nach den Feiertagen fort. Die Beschenkten tauschten Gutscheine in Waren ein oder tauschten ihre Geschenke gegen neue aus. Während der Berliner Regierende Bürgermeister Müller es nicht für tragisch hielt, am „28. Dezember mal keinen Pullover zu kaufen“, erinnern wir an die Worte, die der Handel vor wenigen Tagen in aller Öffentlichkeit – der Handel geht unter.

Angst geht um

Die Corona-Politik der Regierung ruft nicht nur Beifall hervor. Unternehmen sehen sich offenbar ganz besonders belastet. Die Massenmedien berichteten kurz darüber und sprechen auch „mehrere Forderungen“ an, die nun formuliert würden.

So warnte einem Bericht der „FAZ“ nach auch die „Galeria KarstadtKaufhof“ vor „schärferen Einschränkungen“, wie sie inzwischen umgesetzt werden. Das Weihnachtsgeschäft ist zu wichtig – und zwar um die Feiertage, etwa deshalb, weil nach Weihnachten Bargeldgeschenke eingelöst werden und Warengutscheine einzutauschen sind.

Das Geschäft um die Weihnachtsfeiertage, so der Warenhauskonzern, wäre „für alle innerstädtischen Händler von existenzieller Bedeutung“. Zudem betonte der Konzern über einen Sprecher, „das gilt gerade jetzt, wo wir einen nie gesehenen Frequenzrückgang erleben“.

Das Resümee ist recht ernüchternd. Denn „Ein erneuter harter Lockdown des Handels“ bedeutet demnach die Chance auf einen weiteren Abstieg. Die Wirtschaft hat alleine in den Tagen nach dem Weihnachtsfest größte Umsatzausfälle zu befürchten. Denn dann wird die Zeit der Geldgeschenke sein und der Umtauschaktionen.

Fällt der Impuls vielleicht erst ab dem 10. Januar an, kann dieser Ausfall möglicherweise auch nicht mehr nachgeholt werden. Die Chance darauf, dass dieser Umsatz dann etwa mit der Unternehmenshilfe von 75 % des „Umsatzes“ ausgeglichen würde, ist fast null. Denn es werden nicht einfach die Umsätze honoriert, sondern den gesparten Kosten bei einem Lockdown gegenübergestellt. Dies wiederum heißt, am Ende werden die Konzerne zweierlei verlieren – und ebenso die Einzelhändler. Zum einen den Umsatz tatsächlich und zum anderen auch die Kunden. Denn die kaufen schon längst online.

Auch darüber können sich die gewohnten Profiteure dieser Tage freuen. Der Kampf gegen die große Tech-Konzerne in den USA ist von daher Spiegelfechterei.



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Von Veritatis

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