Vor annähernd einem Jahr versicherte Peter Altmaier, früher Kanzleramtsminister und dann Wirtschaftsminister in der Regierung Angela Merkel, dass niemand wegen der Corona-Krise und den Maßnahmen seinen Arbeitsplatz verlieren würde. Diese Ankündigung war, alle wissen es, sowohl rückblickend als auch zum damaligen Zeitpunkt falsch. Dennoch ist Peter Altmaier als Fachminister noch im Amt. Die jüngste Einschätzung der sogenannten Wirtschaftsweisen – Sachverständigenrat der Deutschen Wirtschaft – wird er politisch möglicherweise auch überleben.

So hat der Chef des Gremiums, Lars Feld, angekündigt, dass die Wirtschaft wohl schwächer wachse als vorhergesagt. „Voraussichtlich (müsse die Prognose des Sachverständigenrates) etwas nach unten korrigiert werden“, offenbarte Feld der „Funke Mediengruppe“. Bis dato geht der Rat von 3,7 % Plus für das BIP, das Bruttoinlandsprodukt aus. So beschreibt er das Dilemma: Es würde „noch immer Unsicherheit über den weiteren Infektionsverlauf“ bestehen, der „die Dynamik hemmen kann“.

Sicherheit in der Unsicherheit

Etwas überraschend, so Beobachter, geht Feld dennoch davon aus, es könnte eine „3“ vor dem Komma stehen bleiben. Die Bundesbank hatte dies zuletzt prognostiziert. „Die weitere Dynamik im Jahr 2021 wird positiv von der gerade begonnenen Impfung beeinflusst“. Desweiteren seien die Beschränkungen, die wir gerade durchleben, von den Lockdown-Maßnahmen im Frühjahr entfernt. Der Unterschied bestehe darin, dass die Grenzen noch offen seien und die Lieferketten intakt wären.

Schließlich beabsichtige die Politik zudem, dass nach dem 10. Januar Kindertagesstätten und Schulen wieder geöffnet würden. Sofern dies so bliebe, würde der Rückgang im 1. Quartal moderat ausfallen. Überraschend, so Beobachter. Denn die Aussagen sind notwendig so unsicher wie vielleicht selten zuvor. Bis Ende mÄärz werden bei günstigem Verlauf in Deutschland bis zu 6 Millionen Menschen geimpft sein. Dies sind weniger als 10 % der Bevölkerung. Die Herdenimmunität, nach der die Regierungschefin stets verlangt, ist ausgesprochen weit entfernt. Wenn die Experten sich verschätzen sollten, wird es teuer – für Sie.



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Von Veritatis

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