11. Jänner 2021 / 18:46


Jahresbilanz 2020: Das blieb von der Panikmacherei von Kanzler Kurz

Bundeskanzler Sebastian Kurz und seine schwarz-grüne Regierung haben Österreich 2020 gründlich an die Wand gefahren: Die Wirtschaft wurde zu weiten Teilen stillgelegt, die Schulen geschlossen, die Bürger eingesperrt. Und als moderner Gesslerhut wurde noch das Maskentragen und Abstandhalten draufgesetzt.

Unvergleichliche Anngstmacherei

All das wurde mit der Begründung verordnet, dass ein schreckliches Virus wüte, gegen das es kein anderes Mittel gebe. Im März erklärte Kurz, dass „bald jeder von uns jemanden kennen werde, der an Corona gestorben ist.“ Hätte die Regierung Mitte des Monats nicht den “Lockdown” verkündet, hätte Österreich „bis zu 100.000 Tote“ erleben können, erklärte der Kanzler Anfang April, und noch kurz vor Weihnachten sagte er:

Es sterben täglich über 100 Menschen am Coronavirus.

All diese Aussagen erzeugten berechtigte Angst in der Bevölkerung. Entsprechend groß war auch die Akzeptanz der Corona-Radikalmaßnahmen.

Vorläufige Jahresbilanz 2020

Bis für wenige Tage im Dezember liegen jetzt die Daten vor, mit Hilfe derer man abschätzen kann, ob diese Panikmacherei gerechtfertigt war. Bei Statistik Austria finden sich der jährliche Bevölkerungsstand für die Republik Österreich und die Sterbefälle für die vergangenen 75 Jahre. 1946, das erste Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ist das erste Jahr dieser ununterbrochenen Erfassungsreihe.

Höhere Sterblichkeit als 2018 und 2019

Daraus lässt sich eine Sterblichkeitsrate (also das Verhältnis Anzahl der Toten zur Einwohnerzahl) errechnen, die für den Vergleich mit der Sterblichkeit im Jahr 2020 die wichtigste Zahl darstellt, um die Inzidenz und Relevanz von Covid-19 anhand absoluter Zahlen ablesen zu können.

Demnach weist das Jahr 2020 tatsächlich einen Anstieg der Sterblichkeitsrate zu den unmittelbaren Vorjahren auf. Im Vergleich zum Jahr davor lag die Sterblichkeitsrate 2020 um 0,06 Prozent höher. Und auch im Jahr 2018 verstarben prozentuell weniger Österreicher und zwar um 0,05 Prozent.

Keine Übersterblichkeit im langjährigen Vergleich

Im größeren Vergleich zeigt sich aber, dass im Jahr 2020 keineswegs außergewöhnlich viele Österreicher verstorben sind.

Denn in den 75 Jahren seit Kriegsende sind in 22 Jahren weniger Menschen (im Vergleich zur Bevölkerungszahl) als 2020 gestorben. Aber in 51 Jahren lag die Sterblichkeit höher, sind also mehr Menschen gestorben als 2020, meist sogar deutlich mehr. Vor 1984 lag die Sterblichkeit konstant zwischen 20 und 30 Prozent höher, was wohl auch der damals schlechteren medizinischen Versorgung geschuldet sein wird.

Auch 1996 höhere Sterblichkeit als 2020

Doch auch Mitte der 1990er Jahre war die relative Sterblichkeit höher als 2020. Die Jahre 1969/1970 bilden mit 1,32 Prozent den traurigen Höhepunkt in Österreichs Sterblichkeit. Damals gab es ein Drittel mehr Tote als 2020.

Grund dafür war die Hongkong-Grippe, ein Subtypus der Asiatischen Grippe. Doch kaum jemand, auch von den Älteren, erinnert sich noch an die Grippewelle von damals, während das Corona-Jahr 2020 wohl niemand vergessen wird.

Statistik Austria (Bevölkerung jeweils zum 1.1. 1952-2019 und für das Jahr 2020; Jahresdurchschnittswerte liegen für die Jahre 1946-1951 vor; Sterbefälle 1946-2019 und Sterbefälle 2020).

Die Sterbefälle für das Jahr 2020 sind geschätzt: Die Zahl setzt sich zusammen aus dem amtlichen Stand zum 20. Dezember 2020 von 87.333 Sterbefällen und einer Schätzung für die verbleibenden noch nicht veröffentlichen elf Tage bis zum 31. Dezember, für die ein fortlaufender Wert eingesetzt wurde, der aus der Gesamtentwicklung errechnet wurde. Mögliche Abweichungen bleiben so minimal, dass sie keinen Einfluss auf die errechnete Sterblichkeitsrate haben können.

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Von Veritatis