Der Iran hat mit der Aufarbeitung von Brennstoffen auf Uranmetallbasis für einen Forschungsreaktor begonnen. Dieser Schritt ist ein weiterer Verstoß gegen den einseitig von den USA aufgekündigten Atomdeal. Iran dementiert die Illegalität seiner Tätigkeit.

Iran hat begonnen, an der Herstellung von modernisiertem Brennstoff für den Teheraner Forschungsreaktor zu arbeiten, insbesondere für Uranmetall. Dies teilte Kazem Gharibabadi, der iranische Botschafter und ständige Vertreter bei den in Wien ansässigen internationalen Organisationen, am Mittwoch auf Twitter mit:

“Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Bezug auf die Entwicklung eines verbesserten Brennstofftyps für den Teheraner Forschungsreaktor haben begonnen. In der ersten Phase wird natürliches Uran zur Herstellung von Uranmetall verwendet. Die IAEO hat den aktualisierten Fragebogen zu  Konstruktionsinformationen für die Brennstoffplatten-Fertigungsanlage erhalten und eine Inspektion durchgeführt.”

Am 1. Dezember gab die iranische Legislative der Regierung einen Monat Zeit, um von der Umsetzung des Zusatzprotokolls mit der Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) abzuweichen, falls andere Parteien des Atomabkommens nicht zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen zurückkehren. Diese Initiative sollte auch für die iranische Atomenergiebehörde verbindlich sein, um eine Fabrik zur Herstellung von Uranmetall in Isfahan zu errichten.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem iranischen Atomabkommen im Jahr 2018 beschloss der Iran, seine Verpflichtungen in Bezug auf die Urananreicherung und Forschungsaktivitäten schrittweise zurückzufahren. Das Abkommen legt Iran ein 15-jähriges Verbot für die Herstellung oder den Erwerb von Uran fest, welches im Kern einer Atombombe verwendet werden kann.

Iran besteht darauf, dass “es keine Beschränkungen für [seine] F & E-Aktivitäten gibt” und in der Brennstoffplatten-Fertigungsanlage in Isfahan “die Modifikation und Installation der relevanten Ausrüstung für die genannten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bereits begonnen hatte”.

Unabhängig davon plant Iran, das radioaktive Metall auf 20 Prozent anzureichern, ein Niveau, das der Staat zuletzt vor dem Abkommen von 2015 erreicht hatte. Das Atomabkommen sollte Iran indes davon abhalten, das Uran auf mehr als 3,67 Prozent anzureichern.

Die US-Geheimdienste und die IAEO sind dennoch der Meinung, dass Iran ein geheimes, koordiniertes Atomwaffenprogramm hat, das 2003 eingestellt wurde. Iran bestreitet das jedoch und betont, seine Ziele mit der Kernenergie seien völlig friedlich.

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Von Veritatis