Peking hat einen Sonderzug-Service von China nach Europa gestartet, um seine Exporte während der COVID-19-Pandemie weiter anzukurbeln. Der Güterzug, der nach Moskau unterwegs ist, soll nur 15 Tage brauchen und damit die Transportdauer im Vergleich zum Seeweg auf ein Drittel senken.

Ein spezieller Güterzug zwischen China und Europa fuhr am Mittwoch in Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong ab und  ist auf dem Weg nach Russland. Er wird nach etwa 15 Tagen in Moskau ankommen, wodurch sich die Transportdauer im Vergleich zum Seeweg um zwei Drittel verkürzt.

Laut der China Daily ist der Zug mit 50 Containern beladen. Diese enthalten Waren, die von der in Guangdong ansässigen Midea Group als einem führenden Hersteller von Haushaltsgeräten produziert wurden. Es ist damit auch der erste Exportzug, der von einem lokalen Haushaltsgerätehersteller genutzt wird, seit Guangdong im Jahr 2015 seinen China-Europa-Frachtdienst eröffnete.

Der Sonderzug-Service soll den Export von in Guangdong hergestellten Waren auf den europäischen Markt während der weltweiten COVID-19-Pandemie verbessern, so erläutert das größte chinesische Logistikunternehmen Sinotrans als der Betreiber des China-Europa-Frachtdienstes in Dongguan. Die Zahl der von Sinotrans betriebenen Frachtlieferungen, die von Südchina aus nach Europa verkehrten, erreichte im vergangenen Jahr 686 Güterzüge mit insgesamt 61.324 Standardcontainern und Waren im Gesamtwert von rund drei Milliarden US-Dollar.

Der 2011 ins Leben gerufene China-Europa-Schienentransport gilt als wichtiges Element der chinesischen Belt and Road Initiative (BRI), der Neuen Seidenstraße zur Förderung des Handels zwischen China und anderen weltweit an dem Programm teilnehmenden Ländern. Die ehrgeizige Initiative mit einem Finanzierungsaufwand von weit mehr als einer Billion US-Dollar wurde vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Jahr 2013 angekündigt.

Mehr als 140 Länder und internationale Organisationen haben seither Vereinbarungen zum gemeinsamen Aufbau des Projekts unterzeichnet.

Die Neue Seidenstraßen-Initiative zielt darauf ab, insbesondere die Konnektivität und Kooperation zwischen Ostasien, Europa und Ostafrika zu fördern. Es wird erwartet, dass sie auch global den Handel deutlich ankurbeln und die Handelskosten für die beteiligten Länder um die Hälfte senken wird, so die Einschätzung von Experten.

Nach Angaben der China State Railway Group wurde im Jahr 2020 eine Rekordzahl von 12.400 Güterzugfahrten zwischen China und Europa durchgeführt. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr, so der Bahnbetreiber.

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Von Veritatis