Bild: Alois Endl

Obwohl die regierungskritischen Proteste in Wien eigentlich untersagt worden sind, tummeln sich am heutigen Sonntag zehntausende Menschen auf den Straßen und demonstrieren für „Frieden, Freiheit und keine Diktatur“! Auch Info-DIREKT ist vor Ort und berichtet für Sie!

Während die Anreise mit dem Auto trotz FFP2-Maskenpflicht relativ problemlos vonstatten ging, sah die Lage für Busreisende offenbar anders aus: Schon vormittags erreichten uns mehrere Meldungen, dass Reisebusse mit großem Polizeiaufgebot angehalten wurden. So wurde beispielsweise ein Bus in der Westeinfahrt von zehn Polizeibussen gestoppt!

Trotz Verboten und Polizeiaufgebot: Menschen aus ganz Österreich reisen an

Die Bürger lassen sich vom großen Polizeiaufgebot allerdings nicht abschrecken. Menschen aus ganz Österreich sind gegen 13 Uhr bereits am Maria Theresien Platz anzutreffen, wo die nunmehr verbotene Demonstration eigentlich hätte stattfinden sollen. Auch die ersatzweise angemeldete FPÖ-Kundgebung wurde untersagt: Diese fand stattdessen in Form eines Livestreams statt.


Foto: Alois Endl

Willkürliches Eingreifen der Polizei

Die Polizei hält sich zunächst zurück; nur bei Verstößen beispielsweise gegen die Maskenpflicht hagelt es sofort Anzeigen. Als die Menschen von beiden Seiten auf den Ring einströmen und sich dort sammeln, greifen die Beamten jedoch immer mehr ein.

Info-DIREKT-Chefredakteur Michael Scharfmüller filmt gerade, wie eine alte Dame grundlos aus der Menge gezogen wird, als auch er plötzlich unsanft abgeführt wird. Und das, obwohl er sich mehrfach deutlich als Journalist zu erkennen gibt!

Erst als er zum wiederholten Mal seinen Presseausweis vorzeigt, den die Beamten ihm zwischenzeitlich abgerissen hatten, lässt man ihn ziehen.

Die Beamten behalten ihre Linie jedoch bei und ziehen weiter immer wieder Menschen aus der Menge. Sie kesseln die Demonstranten auf dem Ring ein. Die Stimmung heizt sich spürbar auf!

Foto: Alois Endl

Auch die FPÖ ist vor Ort: Die Abgeordneten Dagmar Belakowitsch und Christian Hafenecker beobachten das Geschehen. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Christian Hafenecker kritisiert den Umgang mit den friedlichen Demonstranten, die grundlos eingekesselt und festgehalten werden, im Interview mit Info-DIREKT scharf. Das ganze Interview sehen Sie auf Telegram!

Schließlich stehen zwei Reihen von Polizisten zwischen zwei eingekesselten Demonstrationsblöcken – bis es zum Durchbruch zwischen beiden Blöcken kommt. Einzelne Polizisten stehen daraufhin in einer schmalen Reihe inmitten der riesigen Menge von Demonstranten.

Immer mehr Demonstranten – Polizei machtlos!

Während sowohl der Ballhausplatz als auch der Stephansplatz gegen 16 Uhr weitestgehend frei sein sollen, tummeln sich die Menschen weiterhin auf dem Ring in Höhe des Parlaments. Ein Polizeihubschrauber umkreist das Geschehen. Die zu einem großen Demozug verschmolzene Menschenmasse kann sich endlich in Bewegung setzen; die Stimmung ist jetzt zunehmend ausgelassen. Die Polizeibeamten scheinen immer mehr aufzugeben – die Teilnehmerzahlen steigern sich stetig, es kann wohl mittlerweile von rund zwanzigtausend Menschen vor Ort ausgegangen werden! 

Gegen 16:30 Uhr ist die Polizei endgültig dazu übergegangen, das zu tun, was sie von Anfang an hätte tun sollen: Sie begleitet die Demonstration friedlich. Der riesige Demonstrationszug läuft nun frei durch die Innenstadt. 

Chaotische Zustände

Wenig später regeln die Beamten nicht einmal mehr den Verkehr. Auf den Straßen herrscht Chaos, auf den Kreuzungen versuchen Autos, sich irgendwie einen Weg durch die Menschenmenge zu bahnen. Die Demonstranten verhalten sich durchweg friedlich; allerdings erreichen uns Zeugenberichte von mehreren Antifa-Angriffen auf den Demonstrationszug. Die Polizei versagte hier offenbar vollends: Wehrhafte Bürger aus der Menge mussten die Angreifer selbst zurückschlagen.

Die Demonstration kann jedoch insgesamt schon jetzt als voller Erfolg gewertet werden: Trotz aller Verbote fanden sich heute offensichtlich noch mehr Bürger in Wien ein als bei der vorherigen Groß-Demo am 16. Januar. Der offene Widerstand gegen die diktatorischen Regierungsmaßnahmen in der Bevölkerung wächst immer weiter! Trotz der Einkesselung durch Polizei ließen die Menschen in Wien sich nicht provozieren und standen friedlich, aber bestimmt für ihre Rechte ein.

Abschlusskundgebung am Heldenplatz

Gegen 17:30 Uhr hat sich der Zug mehr und mehr zu einem großen Spaziergang gewandelt. Die Polizei beginnt erneut, Menschen aus der Menge herauszuziehen und wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht anzuzeigen. Am Heldenplatz soll eigentlich eine Abschlusskundgebung stattfinden – 20 Minuten vor Beginn wird diese jedoch plötzlich von der Polizei untersagt. Die Menschen setzen ihren Weg unter lauten „Kurz muss weg!“-Rufen einfach fort.

Alle Bilder und Videos von der Demonstration in Wien finden Sie auf unserem Telegram-Kanal: https://t.me/info_direkt



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Von Veritatis