Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 hat in Großbritannien die Schwelle von 100.000 überschritten. Unter ihnen war auch der 88-jährige Berrice Moore. Sein Enkel erhebt in einem Gespräch mit RT schwere Vorwürfe gegen die britische Regierung.

103.704 Todesfälle durch COVID-19 ermittelte das Office for National Statistics (ONS) in Großbritannien am 15. Januar 2021. Eines dieser Opfer ist Berrice Moore, ein 88-jähriger Großvater. Er wurde zunächst wegen einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert, bevor er sich mit dem Coronavirus infizierte und schließlich starb.

Nach seinem Tod stand sein Enkel Ellis Tustin nicht nur täglich mit einem Karton vor dem Parlament, auf dem der Name seines Großvaters stand, sondern gründete auch die Organisation “Names Not Numbers” (“Namen, nicht Zahlen”), in der sich mehr als 500 Familien von COVID-19-Opfern zusammengeschlossen haben, um sicherzustellen, dass ihre Angehörigen nicht vergessen werden.

In einem Gespräch mit RT kritisiert Tustin die britische Regierung scharf und verlangt gar eine “strafrechtliche Untersuchung”. Diese dürfe jedoch nicht von der Regierung selbst durchgeführt werden, denn er wolle nicht, dass der “Täter seine eigenen Verbrechen untersucht”. Vor allem wirft Tustin der Regierung vor, die Grenzen nicht dann geschlossen zu haben, als die Pandemie gerade erst am Anrollen war. Als Insel habe man die “goldene Gelegenheit”, seine Grenzen zu schließen, so Tustin gegenüber RT.

Die 100.000 Toten sind nach Ansicht von Tustin “die größte humanitäre Katastrophe, die Großbritannien je erlebt hat”. Schuld dafür sei die “Nachlässigkeit der Regierung”. Diese habe nicht genug unternommen und diskutiere noch immer “über dieses oder jenes”, statt endlich “Beschlüsse zu fassen und vorwärtszukommen”. Laut Tustin hätte es genügt, seinen “Blick nach Japan zu wenden”. Das Land sei auch eine Insel, sogar mit der doppelten Anzahl an Einwohnern gegenüber Großbritannien. Doch Japan habe nur “fünf Prozent der Sterblichkeitsrate von Großbritannien”, so Tustin.

Die Regierung habe “die Wirtschaft statt den Menschen an die erste Stelle gesetzt”. Ironischerweise sei die Wirtschaft trotzdem in Mitleidenschaft gezogen worden und es gäbe mehr Tote. Es sei im Grunde wie der Untergang der Titanic – allerdings jeden Tag aufs Neue. Premierminister Boris Johnson und der britische Gesundheitsminister Matthew Hancock müssten zurücktreten – “Ich weiß nicht, wie sie nachts schlafen können”, so Tustin.

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Von Veritatis