Protestnoten

VonVeritatis

Feb 6, 2021


„Times they are a-changing“, sang der Songwriter-Veteran Bob Dylan. Momentan verändern sich die Zeiten vor allem zum Schlechteren. Um so manchen Künstler und Musiker, der früher auf der Bühne seinem Protest gegen die Verhältnisse lautstark Luft gemacht hat, ist es erstaunlich still geworden. Ausgerechnet in der schwersten Bewährungsprobe der Demokratie seit über 70 Jahren bilden die Bühnenidole unserer Zeit, was kritisches Bewusstsein betrifft, eher die Nachhut. Das kann mit Vorsicht wegen der zu befürchtenden Corona-Infektionen zu tun haben. Oder auch mit Sorgen um die eigene Karriere, die durch De-facto-Auftrittsverbote seit Monaten ins Wanken geraten ist und der ein öffentlicher Skandal wegen „Corona-Leugnens“ den Todesstoß versetzen könnte. Vermutlich ist so mancher im Innersten unheimlich kritisch — aber er tut sein Bestes, damit ihm dies auch bestimmt niemand anmerkt. Dabei bräuchten wir doch jetzt so dringend Menschen, die mit allen Mitteln ihrer Kunst die Verhältnisse analysieren, die anklagen, die Geschichten der Opfer erzählen und Utopien einer lebenswerteren Zukunft entwerfen. Vielleicht dient dieser Artikel als Anregung, indem er die wenigen positiven Gegenbeispiele herbeizitiert. Eine kleine Hitparade der coronaskeptischen Lieder.



Source link

Von Veritatis