Hans Jessen von „Jung und Naiv“ fragte gerade RKI-Präsident Lothar Wieler auf der Bundespressekonferenz, ob nicht ein Inzidenzwert von acht erstrebenswerter wäre, wie das manche Wissenschaftler empfehlen. Wieler sagte, ein Inzidenzwert von zehn wäre toll. Ich habe gleich mal gegoogelt: Aktuell sind laut „Statista“ in Europa nur die Färöer-Inseln und Island unter 10, unter 35 ist darüber hinaus nur noch Norwegen. Wäre die Konsequenz daraus dann der Dauer-Lockdown?

Ich selbst möchte auch zum Inzidenzwert fragen, leider kam ich bisher noch nicht zu Wort.

Wieler hatte zuvor gesagt: „Die Maßnahmen wirken, das zeigt der Rückgang anderer Krankheiten…normalerweise haben wir jedes Jahr eine Grippewelle, im Moment sehen wir nur 20 bis 30 Grippefälle…., so viel wie im Sommer, die Grippewelle ist weltweit ausgeblieben, das ist auch ein schöner Erfolg. Anders sieht es auch bei anderen Erkrankungen aus.“

Bei den Atemwegserkrankungen sind es laut Wieler 4,7 Millionen weniger, zudem gebe es viel weniger Durchfall-Erkrankungen, viel weniger Masern-Fälle – „sonst mehrere Hundert, oder sogar mehrere Tausend.“

Wieler rief bisher in der Bundespressekonferenz immer dazu auf, Covid-19 keine Chance zu geben: Gerade eben erweiterte er diesen Aufruf auf diverse andere Krankheiten. „Wir müssen kein Orakel befragen, um zu sehen, dass unsere Maßnahmen wirken. Wir sehen, dass unsere Maßnahmen wirken. Auch gegen andere Krankheiten!“ Und kurz darauf: „ Geben wir all diesen Krankheiten keine Chance…Meine Bitte: Verhindern wir doch alle neue Ansteckungen!“

Der Kampf gegen Corona geht offenbar immer mehr in die Breite. Mein erster Gedanke, als ich das hörte: „Werden die Maßnahmen dann bald verlängert, weil sie eben auch gegen andere Krankheiten helfen?“ Ich hoffe, ich irre mich damit.

Tilo Jung fragte die anwesende Virologin, ob sie auch die Null-Covid-Strategie unterstützt. „Es ist ja auch eine politische Diskussion, und es würde helfen, wenn sich da mehr Viroloren zusammenfinden, gegen die Fraktion von Spahn, die dagegen sind: „Was muss man dafür tun, um diejenigen zu stärken, die von einer Inzidienz unter zehn reden.“ Dazu Spahn: „Herr Jung, Sie haben es doch gut eingeleitet, das ist eine politische Frage. Auf der einen Seite geht um Fakten, und auf der anderen Seite um die politische Entscheidung“. Damit bestätigte er erneut, dass die Corona-Maßnahmen politische Entscheidungen sind.

Spahn sagte: „Auf vielen Intensivstationen entspannt sich die Situation, sie ist aber insgesamt immer noch angespannt. Trotzdem sind wir auf einem guten Weg“: Und: „Gesundheitssystem war zu keiner Zeit überlastet“.

Es gebe wieder mehr Kapazitäten für Tests, sagte Spahn: Ab nächster Woche kann jeder mit Symptomen getestet werden.

Dieser Bericht wird noch aktualisiert, und ich berichte heute weiter von der Pressekonferenz.


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Bild: Boris Reitschuster
Text: br




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Von Veritatis