In den vergangenen Tagen hat eine Meldung die Runde gemacht, wonach die Grünen Einfamlilienhäuser verbieten wollten. Diese Vermutung ging auf ein Spiegel-Interview von Anton Hofreiter zurück, der nach Mitteilung eines Fraktionssprechers am Sonntag „überspitzt“ wiedergegeben worden sei. Die Grünen also wollen keine Einfamilienhäuser verbieten. Hier ginge es nur um einen Fall in Hamburg, bei dem ein Bezirksamt keine Einfamilienhäuser in die Bebauungspläne aufgenommen haben würde. Dies sei wegen der „dramatischen Wohnungsnot“ geschehen. Hofreiter stellte klar:; „Natürlich wollen die Grünen nicht die eigenen vier Wände verbieten“.

Der Vorwurf erging allerdings nicht zum ersten Mal an die Grünen. Möglicherweise, so unterstellen einige Beobachter, wollten die Grünen im Wahlkampf von dem Thema ablenken, das schon Ende 2019 (!) aufgeworfen worden war.

Grüne: Vorhaben ist nicht neu….

„Geht es nach den Vorstellungen der Grünen, sollen keine Einfamilienhäuser mehr gebaut werden. Menschen sollen in kleinen Wohnungen in Städten leben. Dann brauchen sie auch keine Autos mehr und die Lösung für den Platzmangel von Windrädern ist erreicht. Denn Einfamilienhäuser, so die Grünen, verschwenden den Platz, den die riesigen Windräder brauchen. Die Grünen wollen Windparks nicht nur in Felder, Wälder und Wiesen setzen, sondern auch an die Stelle von Einfamilienhäusern.

Über den am Samstag beschlossenen Antrag zur „Bauwende“ wurde kaum berichtet. Darin haben die Grünen den Ressourcenverbrauch beim Bauen an zwei Beispielen dargestellt: „Für ein Einfamilienwohnhaus sind durchschnittlich etwa 200 Tonnen Kies und Sand nötig. In einem Kilometer Autobahn stecken etwa 30.000 Tonnen.“

Der Text warnt: „Das können wir uns nicht mehr leisten. (…) Einfamilienhäuser verbrauchen besonders viele Ressourcen, da im Vergleich zum Mehrfamilienhaus der Außenhautanteil sehr groß ist. Zudem verschleißen sie extrem viel Bauland und Infrastruktur. Immer neue Einfamilienhausgebiete auf der grünen Wiese treiben den Flächenverbrauch weiter an und führen vielerorts gleichzeitig zu leerfallenden und öden Ortskernen.“

Zwar fordern die Grünen (noch) kein Verbot von Einfamilienhäusern. Aber „Privilegien für Flächenverbrauch wie das erleichterte Baurecht im Außenbereich“ sollen gestrichen werden. Baustoffe würden durch ihre CO2-Bepreisung verteuert. Für die Bauordnungen der Länder wird die Verankerung von „Ressourcenschutz und -effizienz“ verlangt. Im Bodenschutzgesetz soll ein Schutzstatus für unversiegelten Boden mit „Festlegung eines bis 2035 auf Null sinkenden Flächenverbrauchs“ durchgesetzt werden. Ein „Programm für flächensparendes Wohnen“ wird gefordert.“

In Peking oder Hongkong ist man schon weiter. Wohnsilos und kleine Käfige helfen den Menschen bei der Lösung ökologischer Probleme sicher.



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Von Veritatis