Frankfurt/Main (dpa) – Deutlich erholt hat der deutsche Aktienmarkt den Monat März begonnen. Der Dax testete im frühen Handel erneut die runde Marke von 14.000 Punkten, kam aber nicht darüber.

Gegen Mittag gewann der Leitindex 1,12 Prozent auf 13.940,84 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen zog um 1,78 Prozent auf 31.826,57 Punkte an. Ähnlich gut lief der Nebenwerteindex SDax mit plus 1,80 Prozent auf 15.381,52 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,4 Prozent hoch.

Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen, die unlängst aus Sorge vor anziehender Inflation über die 1,5-Prozent-Marke gestiegen war, fiel nun wieder ein wenig zurück. Dies sorgte für Entlastung. Steigende Renditen können negative Wirkungen auf den Aktienmarkt haben, weil sich für Investoren andere Anlagemöglichkeiten auftun.

Nachrichtlich bewegt waren am Montag vor allem Werte aus dem SDax. So schnellten Global Fashion Group (GFG) um fast elf Prozent hoch. Der Online-Modehändler will nach einem deutlichen Wachstum 2020 auch im laufenden Jahr kräftig zulegen.

Medios bauten ihr Plus auf 5,6 Prozent aus. Das Pharmaunternehmen erhöhte die Prognosen. Die Titel des Büromöbel-Versenders Takkt setzten ihre am vergangenen Mittwoch gestartete Rally mit plus 7,7 Prozent fort und erreichten damit das Kursniveau vor Beginn des Corona-Crashs. Nach unten um rund vier Prozent ging es für die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport angesichts einer enttäuschenden Umsatzentwicklung.

Bei den Aktien von ProSiebenSat.1 und RTL Group war Übernahmefantasie zu spüren. ProSiebenSat.1 gewannen im MDax gut drei Prozent, RTL im SDax fast zwei Prozent. Einen Beitrag für die Übernahmefantasie in der Branche lieferte ein Interview mit dem Chef des RTL-Großaktionärs Bertelsmann, Thomas Rabe. Im «Spiegel» sagte dieser auf die Frage nach Gedankenspielen zu einer Übernahme von ProSiebenSat.1, dass er durchaus eine Chance sehe, wenn auch nicht unmittelbar.

Im Dax gewannen die Papiere des Triebwerkherstellers MTU als bester Wert 3,2 Prozent, gefolgt von der Deutschen Post als Pandemie-Gewinner mit plus drei Prozent.

 

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Von Veritatis