Das Weiße Haus machte unmissverständlich deutlich, dass man vorerst nicht plane, seine Impfstoffe mit Kanada und Mexiko zu teilen – eine klare Absage auf entsprechende Bitten des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador und des kanadischen Premier Justin Trudeau.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki hatte schon seit Wochen durchblicken lassen, dass die USA ihre Impfstoffe vermutlich nicht mit anderen Ländern teilen würden. Nun ist es Gewissheit. Während einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Montag schob Psaki mit einem klaren “Nein” etwaigen Hoffnungen einen Riegel vor.

Psaki erklärte, US-Präsident Joe Biden wolle sich zunächst darauf konzentrieren, dass genug Impfstoffe für alle US-Bürger zur Verfügung stünden. Das sind vor allem für Kanada und Mexiko schlechte Nachrichten. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau war Berichten zufolge letzte Woche während eines Videogesprächs mit Biden in Sachen Impfstoffe mit einer entsprechenden Bitte vorstellig geworden.

Es wird davon ausgegangen, dass auch der mexikanische Präsident Andrées Manuel López Obrador während eines geplanten virtuellen Treffens in dieser Woche eine derartige Anfrage stellen dürfte. Die Haltung der US-Regierung könne sich jedoch im Laufe des Jahres noch ändern, deutete Psaki an – sobald mehr US-Amerikaner geimpft und die Dosen nicht mehr so knapp seien.

Der COVID-19-Impfstoff der Firma Johnson und Johnson, der nur in einer einzigen Dosis verabreicht werden muss, wird seit Montag in den USA ausgeliefert, nachdem er am Wochenende von der U.S. Food and Drug Administration eine Notfallgenehmigung erhalten hatte. Damit sind in den USA jetzt drei Impfstoffe verfügbar: von Pfizer und BioNTech, von Moderna und jetzt von Johnson und Johnson.

Die kanadische Gesundheitsbehörde muss den Impfstoff von Johnson und Johnson noch genehmigen, gab aber letzte Woche grünes Licht für jenen Impfstoff, der von AstraZeneca und der University of Oxford entwickelt wurde.

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Von Veritatis