Moskaus Bürgermeister hat die seit knapp einem halben Jahr geltende Corona-Quarantäne für Menschen über 65 Jahren und chronisch Kranke aufgehoben. Ab kommendem Montag ist die häusliche Selbstisolation für sie nur noch als Empfehlung, nicht aber als Pflicht zu befolgen.

Seit Ende September hatten diese beiden Bevölkerungsgruppen in Moskau ihre Wohnungen nicht ohne besondere Notwendigkeit verlassen dürfen. Nun konnten die bisher geltenden Vorschriften angesichts der anhaltend rückläufigen Infektionszahlen in der russischen Metropole gelockert werden. Dazu gehört es auch, dass die Fahrkarten der über 65-Jährigen und Menschen mit chronischen Krankheiten wieder entsperrt werden, schrieb Sobjanin am Freitag auf seinem Blog. Dadurch soll den Senioren und Vorerkrankten zum Beispiel der Weg zu den Impfzentren erleichtert werden, damit sie eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen und ihre Gesundheit somit besser schützen können, hieß es.

Dennoch appellierte der Bürgermeister an die Vertreter der betroffenen Risikogruppen, weiterhin Vorsicht zu üben und auf Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Möglichkeit zu verzichten. Obwohl die täglichen Neufälle im Vergleich zu den Zahlen vom Dezember beinahe um das Fünffache geschrumpft sind, empfangen die Moskauer Krankenhäuser jeden Tag immer noch 700 bis 800 Patienten mit schweren COVID-19-Symptomen, so Sobjanin.

Die Behörden melden für Moskau – ebenso wie für ganz Russland – seit Wochen zurückgehende Corona-Fallzahlen. Bei geringerer Auslastung haben in der Hauptstadt Restaurants, Museen, Theater und Kinos bereits seit Längerem wieder geöffnet. Jedenfalls verweisen die Behörden weiterhin auf die Notwendigkeit, Schutzmasken und -handschuhe zu tragen und sich an die Abstandsregeln zu halten.  

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Von Veritatis