Kanzlerin Merkel hatte vor Wochen viel Kritik geerntet, als sie es für möglich erachtete, auch der russische Impfstoff gegen das Corona-Virus, Sputnik V, würde zu beachten sein. Nun hat sich nach einem Bericht des „Spiegel“ der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission Deutschlands (Stiko), Thomas Mertens, geäußert und „lobt den russischen Impfstoff“.

Ein guter Impfstoff

Er meinte, „Das ist ein guter Impfstoff, der vermutlich auch irgendwann in der EU zugelassen wird. Die russischen Forscher sind sehr erfahren mit Impfungen. Sputnik V ist clever gebaut“, zitiert das Magazin die Rheinische Post.

Aktuell wird der Impfstoff in der EU von der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) noch geprüft. Bis dato sind in der EU die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zugelassen worden. In den USA ist der Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen worden, der auch in der EU bald genehmigt werden dürfte. Hier wolle, heißt es in dem Bericht, die EMA die Zulassung am 11. März empfehlen.

Russland war bereits im August 2020 mit der Zulassung vorgeprescht, auch wenn der Impfstoff sich lediglich in der zweiten Studienphase befand, also die etwa in der EU vorgeschriebenen Studien noch nicht einmal abgeschlossen hatte. Die Kritik war heftig, zudem wurde moniert, die Daten würden nicht transparent gehalten.

Davon zu trennen ist die Kritik, dass die Wirksamkeit gleichfalls in Frage gestellt worden war. Ungarn hat den Impfstoff dennoch recht früh eingesetzt. Bis dato sind keine besonderen Nebenwirkungen aus Ungarn gemeldet worden, die diesbezügliche Zweifel auslösen könnten.

Allerdings meinte die EMA durch ihre Mitarbeiterin Christa Wirthumer-Hoche jüngst, es wäre „noch viel zu unbekannt, entscheidende Daten von Geimpften lägen nicht vor“. Sie würde dringend davon abraten, eine nationale Notfallzulassung auszusprechen. Nun könnte die Stiko den Weg zum russischen Impfstoff geebnet haben.



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Von Veritatis