Antony Blinken hat bei seiner ersten Europareise als US-Außenminister eine unangenehme Botschaft an die deutsche Politik im Gepäck.

Brüssel (dpa) – Der neue US-Außenminister Antony Blinken hat sein erstes Zweiertreffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas für scharfe Kritik an der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 genutzt.

Das US-Außenministerium beschrieb das Treffen am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel als «kurz». Blinken habe dabei unterstrichen, dass die USA entschlossen seien, mit Verbündeten und Partnern zusammenzuarbeiten, um den russischen Bestrebungen, die kollektive Sicherheit zu untergraben, entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang habe Blinken den Widerstand gegen die Gaspipeline bekräftigt. Das Auswärtige Amt machte keine Angaben zum Thema Nord Stream 2 und sprach von einem «sehr guten Austausch».

Zuvor hatte ein informelles Gespräch zwischen Blinken, Maas und den Kollegen aus Frankreich und Großbritannien stattgefunden. Bei dem «vertrauensvollen Austausch» im Viererkreis sei es unter anderem um Afghanistan, den Jemen und den Iran gegangen, teilte das Auswärtige Amt mit. Zudem sei der Strategieprozess «Nato 2030» Thema gewesen, der auch Reformen für eine engere politische Zusammenarbeit der Bündnispartner auf den Weg bringen soll.

Die Gespräche am Dienstagabend fanden am Rande des derzeitigen Nato-Außenministertreffens statt. Bei ihm stehen an diesem Mittwoch noch Gesprächen über den weiteren Umgang mit Russland an.

 

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Von Veritatis