Hintergrund: Goodmockups.com; Screenshot: ORF TVThek (Bildzitat bei red. Bezugnahme); Pfeil: Pixabay; Collage: Wochenblick.

„Wir haben mit den SDGs ein Mega-Instrument in der Hand, das es uns erlaubt vernetzt zu denken und die vielen Felder miteinzubeziehen“. So leitete ÖVP-Mandatarin Carmen Jeitler-Cincelli die Parlamentsdebatte über Österreichs Rolle bei der Erfüllung der sogenannten „Nachhaltigkeitsziele“ der Agenda 2030 ein. Nachdem die „Zivilgesellschaft“ sich bereits dazu bekenne, gelte es, diese auch in der Politik zu verankern. In weiterer Folge leisteten diverse Abgeordnete einen Offenbarungseid. Entlarvend war der Auftritt von ÖVP-Verfassungsministerin Karoline Edtstadler, die ihren „Kreis des Bösen“ stolz im Plenum zeigte. 

Ein Umbau der Welt unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit und unter Anleitung sowie nach den Vorstellungen globalistischer Eliten: Nicht weniger als das ist das Ziel der „Agenda 2030“. Jeitler-Cincelli stellt gleich heraus, dass es nur globale Antworten auf die aufgeworfenen Fragen geben darf: „Ich glaube diese Vernetzung, die wir da drin finden, ist eine ganz geniale“. Der Samen sei gesät, man müsse dieses „kleine SDG-Pflänzchen aufziehen“, die heimischen Unternehmen sollen zum Erfüllungsgehilfen werden. Als treibende Kraft benannte sie sogleich ihre Parteikollegin Karoline Edtstadler – „unsere Global-Goals-Ministerin“.


Edtstadler hält Werbe-Rede für die „Agenda 2030“

Diese lieferte in der Folge einen grotesken Auftritt. Sofort hob sie stolz ihren „Agenda 2030“-Pin. Immer mehr Menschen tragen ihn. Man wüsste, dass er für die Entwicklungsziele stehe. Das sei ein „Etappenerfolg“, auf dem sie aufsetzen wolle. Sie möchte „das Verständnis von allen, was es heißt, die nachhaltigen Entwicklungsziele 2030 zu erreichen“. Dass man den Globalistenkollegen in der UNO schon erste Erfolge in einem Bericht präsentieren kann, feiert Edtstadler:

Sie will auf die österreichische Tradition aufbauen, die soziale, sozio-politischen und auch wirtschaftlichen Aspekte zu verknüpfen und hier einfließen zu lassen. Es bedürfe daher „ganz konkreter Umsetzungsschritte“. Es gelte, das „Arbeitsprogramm für 2021 umzusetzen“. Insgesamt gäbe es freilich 17 Ziele. Dies reichen vom „Friedenserhalt“ bis hin zur „Bekämpfung von Armut und Hunger“ und der „Stärkung der Institutionen“.

Auch weltpolizeiliche Bestrebungen erwähnt sie: Angehörige des Verteidigungsministerium würden etwa nach Mali entsandt, um „dort friedensichernd zu agieren und zu zeigen, wie man Rechtsstaatlichkeit lebt“. Insgesamt möchte sie die Parlamentierer „bitten, zu Botschaftern zu werden der SDGs“. Ganz wichtig fand sie es zu betonen, dass es eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ sei, das in die Hand zu nehmen.

Bericht offenbart versteckte Gemeinheiten

Offenbar glaubt Edtstadler aber, dass nicht allzu viele den von ihr als „lesenswert“ titulierten Bericht lesen. FPÖ-Verfassungssprecherin Susanne Fürst tat es. Sie wunderte sich in ihrer Rede über die Details etwa im frauenpolitischen Sektor. Dort gehe es nämlich nicht um die Alltagsprobleme, sondern um ganz gezielte gesellschaftliche Umwälzungen. Und in der Tat: So soll laut Bericht sogenanntes „Gender Mainstreaming“ vorangetrieben werden, einschließlich einer „Gleichstellung im Filmsektor“ bei der Vergabe von Rollen. Edtstadler teilt die Sorge übrigens nicht: Einen weiblichen James Bond findet sie ganz toll.

Lobend erwähnt der Bericht auch regionale Umsetzungen der Ziele der „Agenda 2030“. Etwa, dass Wien plant, sich zu einer sogenannten „Smart City“ umzubauen. Dieses sei als einer der vier UNO-Amtssitze auch eine „Drehscheibe für die Förderung von Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung sowie für den Kampf gegen Verbrechen, Drogenmissbrauch und Terrorismus“. Darunter wird auch der Kampf gegen vermeintlichen „Hass“ und „Extremismus“ als Auftrag erwähnt. Mit diesem Vorwurf werden heute oft alle Kritiker der öffentlichen Agenda, oft fälschlicherweise gebrandmarkt. 

Propaganda für gläserne Bürger ohne Privatauto

Ganz im Sinn der auch vom Bill-Gates-Umfeld initiierten Initiative „ID 2020“ will die türkis-grüne Regierung auch die Digitalisierung vorantreiben. Was im Parlament als Zugang zum Internet für alle verkauft wird, liest sich im Bericht bereits anders. Die landesweite Versorgung mit dem umstrittenen 5G-Mobilfunkstandard als Dreh- und Angelpunkt der totalen Vernetzung gläserner Bürger ist ebenso Ziel wie der schwammige Begriff der „Cybersicherheit“ und der Ausbau künstlicher Intelligenz im öffentlichen Raum. Natürlich sollen auch die Gesundheitsagenden digital vernetzt werden. Mit der elektronischen Gesundheitsakte ELGA werden alle Befunde digitalisiert.

Und selbst in den ebenfalls als Hauptziel ausgegebenen Klima-Bereich will man digital einwirken. Dort setzt man sich die Klimaneutralität um jeden Preis zum Ziel. Auch der Kampf gegen das private Auto ist Teil der „Agenda 2030“. Kindern soll das mit einem Sammelheft schmackhaft gemacht werden, wo sie einen Sticker für jede autofreie „Klimameile“ bekommen – kein Witz. Wochenblick berichtete unlängst über den Kampf gegen den Individualverkehr. Übrigens: Artige Unternehmen, die sich dem Klimaschutz-SDG verschreiben, werden nach dem Plan der „Agenda 2030“ belohnt.

Der Teufel steckt im Detail…

Die Gefährlichkeit der Agenda ist einmal mehr zwischen den Zeilen. Was Edtstadler im Parlament als besonders tollen Fortschritt verkauft, zeigt bereits im Bericht einige Tendenzen auf, die auf einen Umbau der Welt im Sinne der Mächtigen hindeuten. Aber selbst dann soll dem Leser mit diversen Worthülsen noch ein gutes Gefühl vermeintlich erstrebenswerter Ziele dargelegt werden. Erst, wer weit hinter die Materie schaut, sieht, dass dieser Umbau der Welt nur den globalen Eliten dient, welche uns gemeinsam mit ihren Bütteln überhaupt erst in die aktuelle missliche Lage manövrierten.

So wurde der Kampf gegen das Privatauto bis 2030 bereits in den Globalisten-Konferenzen in Davos und Alpbach ausgegeben – und zwar noch vor der Formulierung der SDGs. Und wer sich anschaut, mit wem die „Hygiene Austria“-Teilfirma Lenzing Group in der „Alliance of CEO Climate Leaders“ des Weltwirtschaftsforums – sitzt, erkennt schnell die üblichen Verdächtigen. Dort finden sich unter anderem Microsoft, Astra Zeneca, Nestlé, Bayer und mehrere Banken.

Apropos Weltwirtschaftsforum: Dessen Gründer Klaus Schwab gilt als Architekt des „Great Reset“, schon im Herbst gab dieses aus, in welche Richtung es geht: „Im Jahr 2030 werden sie nichts mehr besitzen“. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

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Von Veritatis