In diesem Beitrag stellt Magda von Garrel fest, dass Erreger zum Leben gehören. Sie hinterfragt die bisherige „Corona-Bekämpfungspolitik“ und meint, „unter normalen Umständen müsste dementsprechend ein Scheitern der Lockdown-Politik eingestanden werden“. Die Konsequenzen seien „schwerwiegend“. Zugleich werden Alternativen aufgezeigt. Danke für die interessanten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Sehr geehrte Frau von Garrel, 
 
vielen Dank für den sehr lesenswerten Beitrag, der so viele wichtige Alternativen aufzeigt.
 
Es hat wohl noch nie in der Medizingeschichte eine Pandemie gegeben, wo der Mensch so massiv versucht hat durch nichtmedizinische Eingriffe (Lockdown, Maskenpflicht) und medizinische Interventionen (Massenimpfung) gegenzusteuern.
 
Mein Empfinden als Arzt, der ganzheitlich denkt aber durchaus schulmedizinisch orientiert ist, hat mir  von Anfang an der Pandemie gesagt, dass diese Rigorosität der Maßnahmen schlimme Folgen zeitigen wird, die dankenswerter Weise in den NachDenkseiten immer wieder öffentlich gemacht wurden sind.
 
Kürzlich hörte ich ein Interview mit dem holländischen Virologen Geert vanden Bossche.
Dieser Mann hat Impfstoffe bei den großen Pharmafirmen mitentwickelt, hat für die GAVI gearbeitet und ist beileibe kein Pandemieleugner oder Impfgegner.
Aber er warnt in einem Schreiben an die WHO eindringlich davor, weiter in eine laufende Pandemie hinein zu impfen.
Er prophezeit als Folge der Massenimpfung immer neue, sehr rasche Mutationen des Virus, die auch von den Geimpften ausgehen können und einen dramatischen Zuwachs der 
Infektionszahlen. Die zahlreichen Neumutationen, die uns ja täglich medial um die Ohren geschleudert werden, zeugen davon. Viren reagieren auf Selektionsdruck überaus intelligent.
 
Gleichzeitig kritisiert Herr Professor vanden Bossche  die fortgesetzten Lockdowns, die unter anderem zur Folge haben, dass unser Immunsystem sich nicht mehr weiterentwickelt, vielmehr durch fehlende Aussenreize im Ernstfall kaum noch reagieren kann. Das ist wie bei Knochen und Muskulatur, die durch Schienung zu lange ruhig gestellt werden und dann nicht mehr gut arbeiten können.
Man möchte laut rufen: Haltet ein, kommt zur Besonnenheit.
Alles Fakten, die von zahlreichen Experten immer wieder angemahnt wurden, die  von unseren öffentlichen (Panik) – Medien nach wie vor schlimm diskreditiert werden.
 
Über die zahlreichen intensivmedizinischen Fälle durch multiresistente Erreger wird kaum noch berichtet, auch diese Erkrankungen kommen ja durch den unkontrollierten Antibiotikaeinsatz bei Mensch und in Schlachthöfen zustande und sind also menschengemacht. Droht uns jetzt mit der Impfhysterie Ähnliches?
 
Dass zahlreiche ernste Krankheitsverläufe  der Pandemie auch durch die Hysterisierung und Panikberichterstattung und damit Supprimierung des Immunsystems von Politik und Medien  begünstigt werden ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Dies wird insbesondere in der Person von Herrn Professor Lauterbach deutlich, aber auch an der manipulativen Berichterstattung der Leitmedien sichtbar. (siehe Spiegelinterview mit Professor Drosten, in dem journalistisch versucht wird, besonnene Stimmen, z.B. von Herrn Professor Streeck zu verunglimpfen).
 
Liebe Frau von Garrel. Ich stimme vielen von Ihren aufgezeigten Alternativen zu und möchte als Krankenhausarzt aber vor allem auf die Entbindung der Kliniken von Rentabilitätsvorgaben und Anreizen für bestimmte Diagnosen (z.B. Covid) sowie auf die Bereitstellung von ausreichend Bettenkapazitäten hinweisen sowie  auf eine deutlich bessere Bezahlung aller Pflegenden besonders auf den Intensivstationen, aber auch auf allen anderen Stationen  und in allen Pflegeheimen.
Dazu käme der besondere Schutz der Alten- und Pflegeheime, der aber Besuch der Angehörigen beinhaltet. Es gibt genug Beispiele, dass dies funktionieren kann.
 
Ansonsten sollten die Bürger die Verantwortung für ihr Leben wieder selbst übernehmen, wobei jeder natürlich für sich entscheiden darf, welches Risiko er gehen möchte.
Im Moment scheinen dies noch fromme Wünsche zu sein – leider.
 
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen auch an das gesamte Team der NachDenkseiten
Dr.Sebastian Hinz

2. Leserbrief

Geschätztes NDS Team, liebe Frau von Garrel,

es ist schon lange überfällig, über Alternativen zur gegenwärtigen Lockdownpolitik der Regierung nachzudenken. In ihrem Artikel “Alternative Corona-Strategien” zählt Frau von Garrel  einige wichtige Punkte auf, die für eine vernünftige Politik notwendig wären.

Ich möchte diesen noch einige hinzufügen.

  • Die Who müsste aus den Fängen privater Geldgeber befreit werden, die an der sogenannten Pandemie Unsummen verdienen. Die Ausrufung einer Pandemie müsste wieder an Erkrankung gebunden werden, wie es vor der Übernahme der WHO durch die Privatwirtschaft gegeben war.
  • Dem RKI sollte im Falle einer Pandemie ein Expertengremium zur Seite gestellt werden, dass breit gefächert über die möglichen gesellschaftlichen Folgen informiert und letztlich auch die Politik berät. Selbstverständlich sollte dieser Beirat transparent unabhängig von wirtschaftlichen, politischen Einflussgebern sein und aus anerkannten Wissenschaftlern bestehen. Dafür müsste die Wissenschaft  erst von privatwirtschaftlicher  Abhängigkeit befreit werden.
  • Die Justiz in der BRD müsste umfassend reformiert werden, damit nicht Parteibonzen über die Postenvergabe  (Staatsanwälte, Richter) bestimmen, die diese Politiker danach als dritte Gewalt kontrollieren sollen. Die Freiheit der Justiz ist nicht gegeben, wie man an dem kolossalen Versagen der Richterschaft bis hin zum Bundesverfassungsgericht sehen kann. Die Auswahl der Richter und Staatsanwälte muss so gestaltet werden, dass sie unabhängig von der Politik wird.
  • Es muss in Zukunft gewährleistet werden, dass eine Aushebelung unserer Verfassung unmöglich gemacht wird. Die Regierung muss dahingehend beschnitten werden, dass sie keine einschneidenden Maßnahmen ohne die Einwilligung des Souveräns umsetzen kann.
  • Die Medien müssen von einem Medienrat kontrolliert werden, der besonders darauf achtet, wie ausgewogen und neutral berichtet wird. Eine Verquickung von Medienbesitzern und Politikern müsste transparent gemacht und bei einschlägigen Artikeln als Hintergrund angeheftet werden, damit sich der Leser ein Bild von den Absichten des Schreibers machen kann.

Zudem sollte das Kartellamt dafür sorgen, dass Medienmacht nicht zu groß wird. Eine Zerschlagung großer Medienkartelle wäre zwingend nötig.

Das Versagen der Politik wurde von Frau von Garrel bereits beschrieben.

Ich möchte hier nur noch einmal daran erinnern, dass die Maßnahmen damit begründet wurden, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Ein Gesundheitssystem das von diesen Politikern über Jahre durch Einsparungen und Ökonomisierung geschleift wurde und schon bei Grippeepidemien überlastet war. Wenn die Überlastung ausschlaggebend für die Härte der Maßnahmen ist, warum werden dann weiterhin Krankenhäuser geschlossen? Die Maßnahmen haben dazu geführt, dass zehntausend Menschen das Gesundheitssystem verlassen haben, wie ich. Ich lasse mich nicht weiter von diesen Politikern verheizen.

Es wurde behauptet, bei der erzwungenen Solidarität  gehe es um den Schutz der vulnerablen Gruppen, der Älteren und Vorerkrankten, um die man sich all die Jahre zuvor einen Dreck gekümmert hat. Wenn man sich die Sterbestatistiken ansieht, konnten die Älteren und Vorerkrankten auch durch noch so harte Lockdowns nicht geschützt werden, weil Lockdowns kein Mittel zum Schutz einzelner Bevölkerungsgruppen sind.

Unsere Verfassung legt Wert darauf, dass unsere Grundrechte nur durch Parlamentsbeschluss, unter Berücksichtigung des mildesten Mittels, einer ständigen Überprüfung der Notwendigkeit und nur temporär beeinträchtigt werden dürfen.

Ich würde mir daher wünschen, dass Politiker genauso für ihre Vergehen bestraft werden, wie jeder Normalbürger. Wer so viel Schaden anrichtet, in dem er Grundrechte beschneidet oder ganz außer Kraft setzt, sollte nicht ungestraft davonkommen, wenn man nicht will, dass die Bürger das Vertrauen in Justiz und Politik vollends verlieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Dennerlein

Anmerkung Magda von Garrel: Lieber Herr Dennerlein,
 
vielen Dank für Ihren Leserbrief zu meinem Artikel “Alternative Corona-Strategien”. Ihren darin enthaltenen Ergänzungsvorschlägen kann ich (und zwar ausnahmslos) nur zustimmen, weshalb ich hoffe, dass auch diese von vielen Leserinnen und Lesern wahrgenommen werden.
 
Mit freundlichen Grüßen
Magda v. Garrel

3. Leserbrief

Liebe Frau v. Garrel,
 
Ja, es tut einfach gut, solch gute Analysen und Vorschläge so komprimiert zu lesen.
 
Ich habe mir erlaubt, den Artikel weiter zu verteilen, an Freunde und Bekannte und auch an andere Medien.
Sollten Sie dagegen Einwände haben, werden Sie eventuell Gelegenheit haben, entsprechend zu kommentieren.
Ich hoffe also, man kommt auf Sie zu und bezieht Ihren Rat bei weiteren Überlegungen ein.
 
Oder sind Sie bereits dahingehend irgendwo engagiert?
Ich muss zugeben, ich habe bisher nur kurz Ihre Website überflogen.
 
Für die Alternativen müssen wir uns und alle auf jeden Fall stark machen.
 
Nochmals Danke.
 
Es grüsst
Petra Rasche

Anmerkung Magda von Garrel: Liebe Frau Rasche,
 
vielen Dank für Ihre “herzerwärmende” Rückmeldung und natürlich auch für die Weiterleitung meines Artikels. Da meine Website (leider) schon lange nicht mehr aktualisiert worden ist, werden Sie dort keine für die jetzige Lage passenden “Andockpunkte” finden, aber dafür umso mehr kritische Auseinandersetzungen zu bestimmten bildungspolitischen Themen und Weichenstellungen.
 
Ich erwähne diesen Umstand auch deshalb, weil es schon immer die Benachteiligten dieser Gesellschaft waren, denen ich mich in besonderer Weise verbunden und verpflichtet fühle. Und jetzt befürchte ich, dass sich deren Situation “lockdownbedingt” noch weiter verschlechtern wird.
 
Im Austausch mit anderen Menschen, die sich ebenfalls große Sorgen um die Art unseres zukünftigen Zusammenlebens machen, stehe ich schon, aber eine größere Gruppe ist (in derzeitiger Ermangelung geeigneter Treffpunkte) daraus nocht nicht erwachsen.
 
Nochmals vielen Dank für Ihren Rückhalt!

Mit besten Grüßen
Magda v. Garrel

4. Leserbrief

Sehr geehrte Frau von Garrel,

mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel “Alternative Corona-Strategien“ gelesen. Hierzu ein paar Anmerkungen:

1. Sie bezeichnen die von der Regierung verfolgte Strategie als gescheitert. Man muss der Regierung jedoch zu gute halten, dass die Zahl der Infizierten und der im Zusammenhang mit Corona verstorbenen Personen im Vergleich zu anderen Ländern relativ gering ist:

  • Belgien 196 Todesfälle je 100.000 Einwohner
  • Großbritannien 186 Todesfälle je 100.000 Einwohner
  • Italien 174 Todesfälle je 100.000 Einwohner
  • USA 164 Todesfälle je 100.000 Einwohner
  • Frankreich 141Todesfälle je 100.000 Einwohner
  • Schweden 131 Todesfälle je 100.000 Einwohner
  • Deutschland 89 Todesfälle je 100.000 Einwohner

Würden Sie das als Scheitern bezeichnen? Man könnte das auch als großen Erfolg interpretieren!! Was meinen Sie, wenn Sie die Inzidenzwerte als fragwürdig bezeichnen? Ich halte diese Werte für absolut verständlich, wenn man sich mit der Sache auch nur minimal beschäftigt.

2. Sie haben Recht, dass die milliardenschweren Hilfen viel zu langsam bei dem Menschen ankommen. Das muss unbedingt wesentlich unbürokratischer und auch gerechter gestaltet werden.

3. Die Erhöhung der Klinikkapazitäten geht leider nicht so schnell. Wie stellen Sie sich das denn vor? Es ist ja leider so, dass das notwendige Personal schlicht nicht vorhanden ist. Nun kann man den Beruf finanziell attraktiver gestalten, aber trotzdem kann man das notwendige Personal nicht so schnell (wie eigentlich nötig) ausbilden und bereitstellen. Das ist schlichtweg utopisch. Weiterhin verschweigen Sie, dass alle Versicherten dafür selbstverständlich auch die Kosten zu tragen haben. Was passiert denn mit den erweiterten Kapazitäten, wenn die Pandemie vorbei ist? Leisten wir uns dann weiterhin den Vorhalt? Glauben Sie, dass die Bürger das bereitwillig finanzieren werden?

4. Sie schreiben von nicht sonderlich zuverlässigen Test. Das ist inhaltlich schlichtweg falsch. Der PCR Test wird von Gerichtsmedizinern beispielsweise bei der Ermittlung von genetischen Fingerabdrücken an Tatorten angewandt. Glauben Sie allen Ernstes, dass der Test unzuverlässig ist? Von welchen medikamentösen Ansätzen reden Sie, die angeblich vernachlässigt werden? Selbstverständlich werden auch medikamentöse Ansätze verfolgt, sie sind nur bei Viren nicht sonderlich zielführend! Die Impfungen sind auch nicht unausgereift wie von Ihnen beschrieben. Zunächst einmal ist das eine Meisterleistung der Pharmaindustrie, in solch kurzer Zeit so wirksame Vakzine zur Verfügung zu stellen. Die durchaus vorhandenen Nebenwirkungen unterscheiden sich nicht von denen anderer Impfungen.

Die derzeit dominante Variante B.1.1.7 ist wesentlich ansteckender und, wie eine Studie aus England leider gezeigt hat, zu 60% tödlicher. Nun kann man sich ja mal ausmalen, was passiert, wenn man Ihren Vorschlägen folgt und alle Maßnahmen, wie zum Beispiel das Maskentragen, abschafft. Es ist dann auch schön, wenn man in den Restaurants einen „kontaktfreien“ Raum zu Verfügung gestellt bekommt, nur was ist mit dem Kellner? Was auf der Toilette? Was in den öffentlichen Verkehrsmitteln, um dahin zu kommen? Was im Supermarkt? Was beim Arztbesuch? Es tut mir leid, das ist völlig realitätsfremd!

Ja, Ihre vorgeschlagenen Massnahmen hängen von der Experimentierfreudigkeit der Bevölkerung ab, das stimmt. Dann experimentieren wir eben mit dem Leben von unseren Mitmenschen. Das ist also Ihr Vorschlag?

Herzliche Grüße
S.P.

Anmerkung Magda von Garrel: Sehr geehrter Herr P.,
 
vielen Dank für Ihren Leserbrief zu meinem Artikel “Alternative Corona-Strategien”, den Sie ungeachtet der in Ihren Augen fragwürdigen Aussagen mit großem Interesse gelesen haben.
 
Zu den Inzidenzwerten habe ich mich bereits in einem früheren Artikel zu diesem Thema (“Das Corona-Labyrinth”) geäußert. Meines Erachtens sind diese Werte wenig aussagekräftig, weil sie immer nur in Form absoluter Zahlen angegeben werden und (noch wichtiger) nichts darüber aussagen, ob eine infizierte Person auch eine erkrankte Person ist.
 
Natürlich lassen sich Klinikkapazitäten nicht so ohne weiteres erhöhen, aber per “Umschichtung” hätten viel mehr Betten für “Covid-Patienten” frei gehalten werden können, wenn die Krankenhausschließungen (von denen allein im letztjährigen Lockdown 20 Krankenhäuser betroffen gewesen sind) gestoppt worden wären.
 
Ähnliches gilt für das Pflegepersonal. Dabei denke ich an die nicht unerhebliche Zahl an Pfleger/innen, die aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen (zu geringe Entlohnung bei gleichzeitig hoher Arbeitsintensität) in den letzten Jahren ausgeschieden sind und denen man (ganz ohne langjährige Ausbildung) attraktive Rückkehroptionen hätte eröffnen können.
 
Angesichts der dramatischen personellen Unterversorgung ist selbst im Falle deutlicher Aufstockungen für lange Zeit auch nicht mit einem personellen Überangebot zu rechnen. Ihrem in diesem Zusammenhang vorgebrachten Hinweis auf die von der Versicherten zu tragenden Mehrkosten möchte ich entgegenhalten, dass mein alternativer Ansatz von einer Fokussierung auf die vulnerablen Bevölkerungsgruppen ausgeht und damit ein wahrscheinlich viel geringeres als das jetzige vom Staat zur Verfügung gestellte Finanzvolumen erfordern dürfte. Mit anderen Worten könnten die so erzielten Einsparungen eine zusätzliche Belastung der Versicherten überflüssig machen.
 
Zu Ihrem 4. Punkt: Ich gebe gerne zu, dass ich als Nicht-Fachfrau die von mir erwähnten Zweifel nicht so gut belegen kann, wie ich es eigentlich möchte. Andererseits können Sie davon ausgehen, dass ich mich seit Monaten intensiv mit dieser Problematik (und zwar ganz ohne verschwörungstheoretische Anleihen) beschäftigt habe und mittlerweile so oft auf ernst zu nehmende Hinweise (wie z.B. die Nichtmitteilung der ct-Angaben im Zusammenhang mit den PCR-Tests oder die noch nicht wirklich abgeschlossenen Impf-Testphasen) gestoßen bin, dass ich mich schon berechtigt gefühlt habe, die entsprechenden Zweifel bei meinen Ausführungen mitschwingen zu lassen.
 
Im Gegensatz zu den einleitenden Worten Ihres Leserbriefes empfinde ich Ihre Schlussbemerkungen als ziemlich polemisch. Mag ja sein, dass meine Vorschläge im Zusammenhang mit gesonderten Aufenthaltsräumen naiv und unrealistisch sind, aber daraus eine Bereitschaft abzuleiten, mit dem Leben von Mitmenschen experimentieren zu wollen, ist schon eine heftige Unterstellung.
 
Trotzdem möchte ich mich noch einmal um eine Klartstellung bemühen: Die “virale Bedrohung” wird nie aufhören, aber damit wir nicht Jahr für Jahr gesellschaftsschädlichen Auswirkungen ausgesetzt sind, gehören jetzt alle bislang ergriffenen Maßnahmen auf den Prüfstand, wobei das Ziel in einer Fokussierung auf den jeweils am höchsten gefährdeten Personenkreis bestehen sollte.
 
Mit freundlichen Grüßen
Magda v. Garrel

5. Leserbrief

Seit einigen Jahren lese ich Ihre Nachdenkseiten und möchte mich zuerst für Ihre wertvolle Arbeit bedanken, ein Fels in der Brandung des Mainstream. Sehr gut  recherchierte und um Objektivität bemühte Artikel.

Zu dem Artikel von Magda Garrel. Den Haken an der Sache stellen die Schlusssätze dar: „Grundvoraussetzung ist aber auf jeden Fall die von der Regierung zu zeigende Bereitschaft, sich auf eine Umsteuerung beziehungsweise Fokussierung der Maßnahmen (also auf eine strategische Neuausrichtung) einzulassen. Damit ist aber vermutlich erst dann zu rechnen, wenn die Zustimmungsrate zur bisherigen “Corona-Politik” drastisch abgenommen hat.“

Alles deutet darauf hin, dass die Regierung absolut nicht zu einer Umsteuerung bereit ist. Im Gegenteil, sie befeuert die Panik in der Bevölkerung und hält diese mit laufend neuen Schreckensmeldungen in Schach. Einfachstes Beispiel ist das völlig unverständliche Festhalten an Corona-Inzidenzen anhand der unsäglichen, sogar von der WHO im Januar d.J. als ungeeignetes diagnostisches Mittel für eine Infektion eingestuften PCR-Tests. Die Atemwegsinfektionen sind auf einem für diese Jahreszeit historischen Tiefstand angekommen, die Kliniken weisen einen eher niedrigen Belegungsstand auf. Kein Grund zu übertriebener Sorge.

Die Medien tragen sicher zur Panikmache bei. Ich halte sie jedoch nur für einen Teil des Problems, anders als Tobias Riegel in seinem Artikel „Corona: Die Panikmache der Medien ist das größte Problem“ vom 18. März 2021.

Da das SARS-Cov-2 Virus, nicht anders als Influenzaviren, v.a. bei multimorbiden Personen über 80 Jahren zum Tod führt, und das in derselben Häufigkeit, wird ein Thema hochgekocht, das schon immer, auch in dieser Heftigkeit (s. z.B. Saison 2017-2018) bestanden hatte. Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland beträgt, mit und ohne Corona, 82 Jahre, ohne Unterschied. Die Gefährlichkeit des Coronavirus wird eindeutig überbewertet. Dazu haben die Medien beigetragen, s. Z.B. Bergamo, New York, Brasilien. Schlecht und oberflächlich recherchiert, Hauptsache „Bad News are Good News“. 

Aber, wir erinnern uns an das Strategiepapier der Regierung vor etwa einem Jahr, es ist erklärte Absicht, Panik zu erzeugen. Was damals eventuell noch als Weckruf hätte verstanden werden können, ist heute, nachdem jedem aufgeklärten Menschen eigentlich klar sein müsste, dass man zur Tagesordnung übergehen und den Lockdown und Maskenzwang aufheben kann, fast nicht anders zu verstehen als die bewusste Absicht zur Zerstörung sozialer und wirtschaftlicher und damit für Viele existenzsichernder Strukturen, und damit eine Spielart des von Warren Buffett bereits 2003 erwähnten aktuell größten Krieges, nämlich der Arm gegen Reich, wobei laut seiner Aussage Reich ihn damals bereits gewonnen habe. Das bereitet mir größte Sorgen bezüglich dessen, was dementsprechend noch zu erwarten ist, und sollte alle Menschen endlich wach rütteln.

Ob uns die neue basisdemokratische Partei „dieBasis“ weiterhelfen kann, wo sich aktuell offensichtlich die Skeptiker der coronabedingten Maßnahmen formieren? Grüne, SPD, Linke und CDU versagen unisono vollständig, die FDP geriert sich halbherzig und stützt im Grunde den Kapitalismus in seiner jetzigen Form, in meinen Augen die Wurzel des Übels. Die AfD stellt aus bekannten Gründen zumindest für mich, und vermutlich auch Ihren Leserkreis, keine Option dar.

Wenn nicht bald das Ruder herumgerissen wird, gehen wir ganz finsteren Zeiten entgegen.

Freundliche Grüße
Dr. rer. nat. Christian Toloczyki

Anmerkung Magda von Garrel: Sehr geehrter Herr Dr. Toloczyki,
 
vielen Dank für Ihren Leserbrief zu meinem neuen Artikel “Alternative Corona-Strategien”. Besonders interessant fand ich die von Ihnen beigesteuerten zusätzlichen Indizien und Belege zur vermutlich nicht vorhandenen Bereitschaft der Regierung zu einem Strategiewechsel.
 
Damit meine ich nicht zuletzt Ihren Hinweis auf das schon früh entwickelte Strategiepapier, in dem es ganz unverhohlen um die Erzeugung von Panik ging. Manchmal denke ich, dass uns (und zwar insbesondere den Kindern und Jugendlichen) vieles erspart geblieben wäre, wenn das Papier einen größeren Bekanntheitsgrad erreicht hätte.
 
Mit freundlichen Grüßen
Magda v. Garrel

6. Leserbrief

Liebe Frau Garrel,

ich kann den von Ihnen vermittelten Gedanken, dass ein Strategiewechsel weg von der Lockdown Politik dringen nötig ist voll und ganz mittragen. Die von ihnen unterbreiteten Vorschläge für “produktive Alternativen” kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Erstens handelt es sich bei den Vorschlägen, wie die Erhöhung der Klinikkapazitäten, sicherlich um wichtige Punkte die umgesetzt gehören, jedoch können sie in der aktuellen pandemischen Situation einfach niemals schnell genug durchgeführt werden. Zweitens erkenne ich keinerlei Präventionsstrategie dahinter, mir ist nicht ganz ersichtlich wie das alleinige Ausweiten der Klinikkapazitäten und der Ausbau von Palliativstationen einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung stellen soll. Auch die Maßnahmen zur Verringerung der Kolletralschäden des Lockdowns sind durchaus sinnvoll, stellen jedoch ebenso keinen Beitrag zur Pandemiebekämpfung dar. Auf die von ihnen als unausgereift titulieren Impfstoffe wollen sie, wenn ich den Punkt richtig verstehe, auch eher verzichten – wie konkret sollen dann ältere Menschen vor Infektionen geschützt werden? Corona stellt für diese Bevölkerungsgruppe ja nachweislich eine nicht vernachlässigbare Gefährdung dar.

So sehr ich ihnen im Grundgedanken zustimme, wirkt der Artikel nach alledem auf einfach etwas naiv und ohne wirkliche inhaltliche Aussage. Ich kann nicht erkennen, wie sich auf Grundlage dieser Maßnahmen eine Rückkehr zum gewohnten Alltagsleben als “normal gefährlich” – ohne Zynismus – erweisen könnte. Bitte klären sie mich auf.

Mit freundlichen Grüßen
Valentin Schmidt

Anmerkung Magda von Garrel: Lieber Herr Schmidt,
 
vielen Dank für Ihren Leserbrief zu meinem heute erschienenen Artikel. Ob ich Ihre Bitte um “Aufklärung” in der erhofften Art erfüllen kann, vermag ich nicht zu beurteilen, will es aber wenigstens versuchen.
 
Zunächst einmal kann ich Ihnen dahingehend zustimmen, dass sich das Ruder wegen der inzwischen stark verfestigten Weichenstellungen auch dann nicht mehr schnell herumreißen lässt, wenn es von der Mehrheit der Bevölkerung so gewünscht würde. Andersherum ausgedrückt: Hätte man das “viele Geld” von Anfang an auf die vulnerablen Gruppen in der Weise fokussiert, dass es möglich gewesen wäre, die zuvor gemachten Fehler (Schließung von Krankenhäusern, Einführung der Fallpauschalen, chronische Unterbezahlung des Pflegepersonals, unzureichende Kontrolle der Qualität von Alten- und Pflegeheimen etc.) zu beheben, hätten wir uns höchstwahrscheinlich die ständigen Lockdownverlängerungen sowie die damit zusammenhängendne destruktiven Wirkungen ersparen können.
 
Trotzdem kann und darf es meines Erachtens kein “Weiter so!” geben. Wenn wir strategische Alternativen weder denken noch fordern, steht uns eine häufige Wiederholung der fatalen Auswirkungen einer zu undifferenzierten Strategie und damit eine “Zerbröselung” des gesellschaftlichen Lebens und Zusammenhalts ins Haus. Eine solche Entwicklung stünde dann in gar keinem Verhältnis mehr zu den angestrebten positiven Effekten.
 
In diesem Zusammenhang noch ein Wort zu den Impfungen: Diese lehne ich nicht grundsätzlich ab, befürchte aber, dass eine “Durchimpfung” die Bildung von Virusmutanten sogar noch beschleunigen könnte. Ach so, bevor ich es vergesse: Mit “normal gefährlich” meine ich die immer vorhandenen Ansteckungsgefahren, aber auch so “simple” Dinge wie Verkehrs- oder Haushaltsunfälle.
 
Mit freundlichen Grüßen
Magda v. Garrel

7. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,
 
in diesem Artikel behauptet die Autorin , das es keinen Sinn mache,  Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Sie meint zu Beginn wörtlich: „Fest steht: Wir können weder jetzt noch in Zukunft virusbedingte Erkrankungen verhindern, da Viren und Bakterien zum Leben dazugehören wie Luft oder Wasser.“  Im weiteren Verlauf ist dann zu lesen, „unausgereifte Impfungen und nicht sonderlich zuverlässige Tests“ könnten als Strategie gegen SARS-Cov2 nicht hilfreich sein. Als Alternativen zur aktuellen Politik werden dann eine Reihe von (durchaus sinnvollen) Vorschlägen zum Umbau des Gesundheitswesens und der Sozialsysteme aufgeführt. Die Forderung nach mehr Palliativstationen in diesen Gesamtkonzept irritiert mich dann aber doch: das soll wohl bedeuten, dass wir die vielen dann zu erwartenden COVID-Toten halt dorthin verfrachten und „würdig“ sterben lassen?
 
Es ist für mich (auch – aber nicht nur – als Arzt) schwer zu verstehen, warum die Redaktion Artikel mit derartigen Behauptungen veröffentlicht. Natürlich kann man Viren und Bakterien nicht ausrotten, aber dadurch verursachte Krankheiten und Todesfälle können in vielen Fällen reduziert oder auch ganz verhindert werden. Wenn man dieser Position folgt, dann könnten wir auch auf Antibiotika und überhaupt alle Erkenntnisse der modernen Hygiene verzichten – schließlich „gehören Viren und Bakterien ja zum Leben dazu“ und anscheinend sollten wir ihnen einfach freien Lauf lassen.  Ist das romantische Naturverbundenheit, komplette Unkenntnis auch banaler naturwissenschaftlicher Grundlagen, brutaler Sozialdarwinismus oder eine krude Mischung aus allem?
Es gibt viel berechtigte Kritik an den (in Deutschland und anderswo) getroffenen Maßnahmen im Einzelnen – aber zu unterstellen, dass Impfen, Testen und Kontakteinschränkungen gegen COVID grundsätzlich wirkungslos seien, steht einfach in Widerspruch zu den Tatsachen.
 
Vermutlich sind Argumente bei jemand, der so argumentiert, kaum hilfreich, aber Eure Leser sind hoffentlich nicht komplett immun gegen ein bisschen Logik. Ich möchte deshalb  nur eine Grafik zitieren, die sehr schön zeigt, wie (in Israel) eine Kombination aus Kontakteinschränkungen und einem ambitionierten Impfprogramm zu einem dramatischen Rückgang der vorher stark angestiegenen COVID-Todesfälle geführt hat. Wer diesen Verlauf als „wirkungslos“ beurteilt, ist für mich nicht mehr ernstzunehmen. (Nur nebenbei: die spannende Frage ist: wie geht diese Entwicklung in Israel jetzt weiter, wenn die Kontakteinschränkungen weiter reduziert werden? Erst dann können wir den jeweiligen Anteil von Imptungen und Kontakteinschränkungen besser verstehen.)


Figure 1. SARS-CoV-2 cases in Israel. 19 March 2021. Impact of mass vaccination on the pandemic. The rolling 7-day average of new SARS-CoV-2 cases is shown in red (left vertical axis), the rolling 7-day average of deaths as a plain black line (right vertical axis). The percentage of people that have received at least one vaccine dose is shown in green. The percentage of people that have been fully vaccinated is shown in green-yellow. The evolution of daily new cases and deaths were influenced by lockdown measures, transmissibility of circulating viruses and the vaccination campaign.
Quelle: covidreference.com/variants (22.3.2021)
 
Ich würde mich freuen, wenn dieser Leserbrief komplett veröffentlicht würde.

Mit freundlichen Grüßen,
A. Stöffler

Anmerkung Magda von Garrel: Sehr geehrter Herr Dr. Stöffler,
 
vielen Dank für Ihre Stellungnahme einschließlich der mitgeschickten Infos. Nach meinem Eindruck resultieren die voneinander abweichenden Sichtweisen aus den unterschiedlichen beruflichen Hintergründen: Als Politologin bin ich extrem besorgt um die gesellschaftlichen Folgen der derzeit praktizierten Maßnahmen, während für Sie die medizinische Sichtweise im Vordergrund steht.
 
In einigen Punkten fühle ich mich allerdings regelrecht missverstanden, was auch damit zusammenhängen könnte, dass ich im Interesse einer möglichst kurzen Textfassung häufiger auf weitergehende Erläuterungen verzichtet habe. Beispiel: Palliativstationen, in denen ein würdevolles und schmerzfreies Sterben möglich ist. Mit diesem Hinweis wollte ich mich keinesfalls für eine “automatische” Abschiebung todkranker Menschen, sondern für eine diesen Menschen einzuräumende Wahlmöglichkeit zwischen einem einsamen Tod im Krankenhaus und einer Unterbringung in einer Palliativstation im uneingeschränkten Beisein von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten einsetzen.
 
Dieser Aspekt der Freiwilligkeit ist mir auch aus ganz persönlichen Gründen wichtig. Vom Alter her gehöre ich zur vulnerablen Bevölkerungsgruppe, habe aber weitaus mehr Angst vor einem Sterben in Einsamkeit als vor einer Ansteckung. In diesem Zusammenhang möchte ich gleich hinzufügen, dass mir auch im Alltag wohler wäre, wenn ich ganz allein entscheiden dürfte, welche Risiko ich auf mich nehme.
 
Nicht zutreffend ist Ihre gleich zu Beginn Ihres Leserbriefes formulierte Feststellung, dass ich wegen der ständigen Anwesenheit von Viren und Bakterien eine Bekämpfung von Infektionskrankheiten für praktisch sinnlos halte. Wenn das stimmen würde, hätte ich mich im Laufe meines Lebens so gut wie nie in die Hände von Ärzten begeben, was aber nachweislich nicht zutrifft.
 
Statt dessen geht es mir um das (Aus-)Maß der Impfungen, das sich meiner Befürchtung nach langfristig als kontraproduktiv erweisen könnte. Jedenfalls schließe ich nicht aus, dass als Folge einer hohen Impfrate noch mehr Virusmutationen entstehen, aber diesen von mir angenommenen Zusammenhang können Sie als Mediziner sicher besser beurteilen als ich.
 
Mit freundlichen Grüßen
Magda v. Garrel

8. Leserbrief

Liebes Leserbriefteam,

vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel von Magda von Garrel, dessen Fazit lauten könnte: Mehr Leute zum Demonstrieren auf die Straße, damit die Bundesregierung endlich zur Kenntnis nimmt, dass die Mehrheit der Gesellschaft diese alternativlose “Therapie” nicht mehr akzeptiert. Dazu gehören auch die Medien, die endlich ihrer Aufgabe nachkommen müssen und aufhören im Sinne der Regierung “Gut Wetter” zu machen und die Wahrheit schreiben – was nämlich hinter diesen “alternativlosen Lockdown Aktionen” steckt und auch den indirekten Impfzwang mit völlig unausgereiften Impfstoffen angeht.
 
Beste Grüße
Karola Schramm

9. Leserbrief

Fest steht: Wir können weder jetzt noch in Zukunft virusbedingte Erkrankungen verhindern, da Viren und Bakterien zum Leben dazugehören wie Luft oder Wasser. Deshalb stellt sich die Frage, wie sinnvoll insbesondere die in Form diverser Lockdowns praktizierte “Corona-Bekämpfungspolitik” überhaupt ist.

Richtig ist, daß Viren und Bakterien zum Leben dazugehören.
Richtig ist, daß die “Corona-Bekämpfungspolitik” in Europa und USA/Lateinamerika weitgehend keinen durchschlagenden Erfolg hatte.

Falsch ist, daß eine Corona-Bekämpfungspolitik nicht möglich sei.

Es gibt zahlreiche Länder auf der Welt, die den Virus mit ein und derselben Strategie nahezu vollständig unter Kontrolle bekommen haben:
Umfangreiches Testen, lückenlose Kontaktverfolgung, assistierte und kontrollierte Quarantäne der Infizierten.

Für den der sehen will:
UK, eine Insel: nahezu 2.000 Tote / 1 Mio Einwohner.
Neuseeland, eine Insel: 5 Tote / 1 Mio Einwohner.
Australien, eine “Insel”: 36 Tote / 1 Mio Einwohner
Taiwan, eine Insel: 0,4 Tote / 1 Mio Einwohner

Europa (ohne Rußland), keine Insel: mehr als 1.000 Tote / 1 Mio Einwohner
China, keine Insel: 3 Tote / 1 Mio Einwohner
Vietnam, keine Insel: 0,4 Tote / 1 Mio Einwohner
Thailand, keine Insel: 1 Tote(r) / 1 Mio Einwohner
S.Korea, keine Insel: 33 Tote / 1 Mio Einwohner

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Wer also lernen wollte, wie der Corona Virus unter Kontrolle zu bekommen ist, der sollte die Augen aufmachen und bei den Ländern lernen, die den Virus unter Kontrolle gebracht haben. Eigentlich ganz einfach, sollte man denken. Mir persönlich ist unbegreiflich warum die einfachsten Lernprozesse so schwierig sind.

Von unserem Leser C.S.

Anmerkung Magda von Garrel: Sehr geehrter Herr S.,
 
vielen Dank für Ihren Leserbrief zu meinem Artikel “Alternative-Corona-Strategien”. Darin schreiben Sie, dass es Ihnen unbegreiflich ist, warum die einfachsten Lernprozesse so schwierig sind. Dazu möchte ich mich wie folgt äußern:
 
An keiner Stelle meines Artikels habe ich behauptet, dass eine “Corona-Bekämpfungspolitik” unmöglich sei. Statt dessen habe ich geschrieben: “…, wie sinnvoll insbesondere die in Form diverser Lockdowns praktizierte “Corona-Bekämpfungspolitik” überhaupt ist.” Mit anderen Worten geht es mir nicht darum, die Hände resignierend in den Schoß zu legen, sondern darum, intensiver als bislang über alternative Bekämpfungsstrategien nachzudenken.
 
Selbst dann, wenn die von Ihnen freundlicherweise mitgelieferten Zahlen zutreffen, heißt das meines Erachtens noch lange nicht, dass die Lockdown-Strategie alternativlos wäre. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Dauer der Lockdowns der von uns allen dafür zu zahlende “Preis” auf eine gesamtgesellschaftliche Katastrophe hinauslaufen könnte.
 
Mich persönlich hat von Anfang an die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel bewegt, weshalb ich mich schon früh gefragt habe, ob nicht auch in dieser Hinsicht eine Art Priorisierung vorgenommen werden müsste.
 
Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich sind mir die an Covid-19 verstorbenen Menschen nicht egal, aber genauso wenig sind mir die unter den Einschränkungen leidenden Kinder, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehenden Gewerbetreibenden, die auf einen OP-Termin wartenden Menschen oder die von zunehmender häuslicher Gewalt betroffenen Opfer egal. Und auch diese Liste ließe sich fortsetzen.
 
Um meine Sorgen und Bedenken kurz zusammenzufassen: Meiner Meinung nach sind wir dabei, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben , weshalb diese Strategie schnellstmöglich durch eine anders akzentuierte Vorgehensweise ersetzt werden sollte.
 
Mit freundlichen Grüßen
Magda v. Garrel

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Von Veritatis