1. April 2021 / 20:41


Hugo Portisch stirbt drei Wochen nach Corona-Impfung

Er bleibt den meisten Österreichern vor allem wegen seiner Dokumentationen über die Erste und Zweite Republik, „Österreich I“ und „Österreich II“ in Erinnerung: Hugo Portisch, der leidenschaftliche, reich gestikulierende Journalist, ist am Donnerstag im Alter von 94 Jahren gestorben.

Überzeugter „Westler“

In Pressburg (als Bratislava heute Hauptstadt der Slowakei) geboren und aufgewachsen wurde Portisch wie sein Vater Journalist. Dank eines Förderprogramms der Besatzungsmacht USA wurde er auf die westliche Linie eingeschworen. Bis an sein Lebensende blieb er überzeugter „Westler“ und kommentierte als Chefredakteur des Kurier und Chefkommentator im ORF die Teilung Europas und den Kommunismus aus demokratischer Sicht.

Als Grandseigneur des Journalismus wurde Portisch zur moralischen Instanz – und von Österreichs Mächtigen entsprechend umgarnt. So boten ihm Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) und sein Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP) an, als gemeinsamer Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl anzutreten. Doch Portisch lehnte ab – mit der Begründung:

Ich bin ein Vollblutjournalist.

Schnelles Ende

Nicht lehnte er jedoch die aktuelle Corona-Kampagne ab. So sagte Portisch, geistig vollkommen fit und körperlich gut beisammen:

Das Besiegen dieses Virus hängt davon ab, ob sich die Menschen impfen lassen.

 

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Von Veritatis