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Eine rumänische Lungenfachärztin sorgt in ihrem Land für Furore. Sie behandelt die Corona-Patienten nach ihrer eigenen „traditionellen“ Methode. Alle Patienten überlebten. Trotzdem wagt sich die Medizinerin auf dünnes Eis, denn vom rumänischen Gesundheitsministerium ist ein ganz bestimmtes Behandlungsprotokoll vorgeschrieben.

Von Christoph Uhlmann


Ist Dr. Groșan eine Wunderheilerin?

In der rumänischen Tageszeitung National titelt ein Artikel über die Erfolgsgeschichte der Medizinerin: „Eine rumänische Lungenärztin vollbringt Wunder: Sie hat 100% ihrer Covid- Patienten geheilt“. Die Pulmologin Dr. Flavia Groșan aus Oradea, einer 200.000-Einwohner-Stadt im Nordwesten des Landes, behandelt Covid-19-Patienten so, als ob sie eine atypische Lungenentzündung hätten. Unter rund eintausend Patienten sei kein einziger im Krankenhaus behandelt worden. Verstorben ist laut der Übersetzung des Artikels in der Visegrád Post nicht einmal ein Patient.

Behandlung erfolgreich – Patient tot

Ihrer Auffassung nach sterben die Menschen an einer Fehlbehandlung. Codein und Lopinavir seien die beiden Medikamente, die die Symptome der Erkrankten noch weiter verschlimmern könnten. Dazu komme noch, so Dr. Groșan, dass zu viel Sauerstoff gegeben würde. Durch das Codein sei das Abhusten der Sekrete nicht mehr möglich, wodurch die Patienten in Atemnot geraten und an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden müssten. Durch die Gabe von zu viel Sauerstoff soll eine Azidose, ein zu geringer pH-Wert im Blut, entstehen. Dies führe in Folge zu Hirnödemen und genau daran würden viele Patienten sterben.

Traditionelle Behandlung bei atypischer Lungenentzündung

Nach der Methode von Dr. Groșan bekommen die Patienten, sobald Symptome auftreten, Clarithromycin, ein Antibiotikum. Während ihrer Teilnahme an klinischen Studien habe sie beobachtet, dass dieses Medikament Entzündungen so gut hemmt wie kein anderes Antibiotikum. Wie bereits erwähnt, sollen alle ihre Patienten zu Hause therapiert worden sein. Kein Krankenhaus, keine Toten.

Dr. Groșan steht mit ihrer Meinung nicht allein da. Auch der deutsche Arzt Dr. Claus Köhnlein sprach vor etwa einem halben Jahr in einem Interview von RT von Fehlbehandlungen, bezog sich dabei aber vor allem auf die vielen Toten am Anfang der Pandemie im norditalienischen Bergamo. Auch er sah ein Behandlungsprotokoll, welches von der WHO empfohlen wurde, als Ursache für die vielen Toten der Stadt in der Lombardei.

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