Der US-amerikanische Film «Nomadland» wird bei den Baftas mehrfach ausgezeichnet. Das Roadmovie gilt auch bei den Oscars als Favorit.

London (dpa) – Der US-amerikanische Film «Nomadland» der chinesischen Regisseurin Chloé Zhao ist mit vier Auszeichnungen der Gewinner des Abends bei den als Baftas bekannten Britischen Filmpreisen.

Das Roadmovie, das auch bei den Oscars in zwei Wochen als Favorit gilt, wurde bei der Preisverleihung in der Londoner Royal Albert Hall am Sonntag als bester Film prämiert. Zhao erhielt den Bafta für die beste Regie, Frances McDormand wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Außerdem bekam «Nomadland» den Kamera-Preis.

Weitere Gewinner in jeweils zwei wichtigen Kategorien waren das Drama «The Father» von Regisseur Florian Zeller und die Thriller-Komödie «Promising Young Woman» von Regisseurin Emerald Fennell. Anthony Hopkins wurde für «The Father» als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Dazu bekam der Film den Bafta für das beste adaptierte Drehbuch, während «Promising Young Woman» Bafta-Trophäen für das beste Originaldrehbuch und als herausragender britischer Film erhielt.

Die Auszeichnung für den besten nicht englisch-sprachigen Film ging an die Satire «Der Rausch» des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg. Den Bafta für den besten Trickfilm bekam «Soul» von Disney und Pixar, der auch für seine Filmmusik ausgezeichnet wurde.

Den Preis als beste Nebendarstellerin bekam die Südkoreanerin Yuh-Jung Youn für ihre Rolle in dem Drama «Minari». Bei den Männern wurde Daniel Kaluuya für «Judas And The Black Messiah» ausgezeichnet.

Wegen der Coronavirus-Pandemie fand die vor der TV-Ausstrahlung aufgezeichnete Bafta-Zeremonie in der Royal Albert Hall ohne Zuschauer statt. Preisträger waren per Video zugeschaltet. Nach dem Tod seines Großvaters Prinz Philip hielt Bafta-Präsident Prinz William ausnahmsweise keine Ansprache. Von 1959 bis 1965 war Philip selbst Präsident der British Academy of Film and Television Arts.

 

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Von Veritatis