Schüler werden im ganzen Land zu regelmäßigen Corona-Schnelltests gezwungen. Auch für Arbeiter und Angestellte ist eine solche Testpflicht im Gespräch. Die Regierung agierte hier mit großem Eifer und Druck. Darum wollte ich heute auf der Bundespressekonferenz von Angela Merkels Sprecher Steffen Seibert wissen, ob sich auch die Kanzlerin und die Minister an den eigenen Anforderungen messen und sich regelmäßig testen lassen. Der Regierungssprecher wand sich um eine verbindliche Auskunft. Seine Aussagen sind aber nur so zu verstehen, dass weder Merkel noch die Minister das tun, was sie von den Bürgern im Lande fordern: Sich regelmäßig testen lassen. Aber machen Sie sich selbst ein Bild: Lesen Sie unten meinen Wortwechsel mit Seibert und ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen. In Kürze wird hier auch mein Video von der Bundespressekonferenz erscheinen, das ich aktuell noch schneide – schauen Sie wieder rein!

FRAGE REITSCHUSTER: Die Bundesregierung propagiert regelmäßige Tests. Lässt sich die Kanzlerin regelmäßig testen? Lassen sich die Minister bisher regelmäßig testen?

SEIBERT: Wir haben immer klargemacht, dass das, was wir von der Wirtschaft, von Schulen usw. verlangen, natürlich auch in der Bundesverwaltung, in den Bundesministerien und im Bundeskanzleramt gelten muss. Insofern wird das regelmäßige Testangebot auch dort bereitgestellt. Es ist ganz klar, dass wir auch da entsprechend handeln müssen und dies tun.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Das war aber keine konkrete Antwort auf meine Frage. Noch einmal: Hat sich die Kanzlerin in den vergangenen Wochen regelmäßig testen lassen? Haben sich die Minister regelmäßig testen lassen?

SEIBERT: Sie ist zum Beispiel gestern im Reichstag getestet worden wie alle Teilnehmer an der Fraktionsvorstandssitzung.

REITSCHUSTER: Also regelmäßig?

SEIBERT: Ich gebe jetzt hier nicht über einzelne Testungen Auskunft. Ich habe gesagt, die Bundesverwaltung, das heißt, die Behörden, die Ministerien, bieten selbstverständlich die Tests an, die notwendig sind. Ein regelmäßiges Testangebot ist von großer Bedeutung, und das gilt nicht nur für Betriebe und Unternehmen, davon war hier ja gerade die Rede, sondern das gilt natürlich auch für Ministerien, für das Bundespresseamt usw.

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Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!


Bild:  Boris Reitschuster
Text: br




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Von Veritatis