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Die britische Regierung hat mit Oxfam eine der weltgrößten NGOs von der Bewerbung um Fördergelder ausgeschlossen. Diesmal waren zwei Mitarbeiter der Hilfsorganisation im Kongo in Korruptionsskandale und sexuelle Übergriffe verwickelt. Doch das waren nicht die ersten gravierenden Fehltritte von NGO-Mitarbeitern, die bereits öfter durch Diebstähle, Vergehen und sogar Verbrechen aufgefallen sind.

Von Franziska Bernhard

Oxfam hatte zuletzt 30 Millionen britische Pfund erhalten, bis im Jahr 2018 gegen Mitarbeiter der Organisation ermittelt wurde, nachdem sie sich im Rahmen der Katastrophenhilfe in Haiti der sexuellen Ausbeutung hilfsbedürftiger Frauen beteiligt hatten. Auch im Südsudan und im Tschad sollen sich Mitarbeiter an wehrlosen Frauen vergriffen haben.

Auch Führungskräfte involviert

Zuletzt berichten afrikanische Medien, dass elf Mitarbeiter, darunter auch Führungskräfte und Direktoren, im Kongo schon seit 2015 immer wieder sexuelle Übergriffe auf Schutzbedürftige, hilflose Frauen und sogar Minderjährige verübt haben. Das Foreign and Commonwealth Office teilte mit, dass Oxfam erneut vorübergehend vom Zugang zu öffentlichen Geldern ausgeschlossen werde, bis das Ergebnis der Untersuchung der Vorwürfe im Zusammenhang mit der Kongo-Mission der Wohltätigkeitsorganisation vorliegt.

Ein Sprecher der britischen Behörde sagte gegenüber der Times: „Alle Organisationen, die um öffentliche Steuergelder ansuchen, müssen die hohen Sicherheitsstandards erfüllen, die erforderlich sind, um die Menschen, mit denen sie arbeiten, zu schützen. Angesichts der jüngsten Berichte, die die Fähigkeit von Oxfam in Frage stellen, diese Standards zu erfüllen, werden wir keine neuen Mittel für Oxfam bereitstellen, bis die Vorwürfe aufgeklärt sind.“

Sex-Skandale haben offenbar Tradition

Eine interne Untersuchung bei der NGO zeigte, dass die Sex-Skandale offenbar regelrecht Tradition haben. In Haiti wurden eigens Häuser angemietet, um mit minderjährigen Prostituierten Sex-Partys zu feiern. Die Organisation lehnte Konsequenzen für die Mitarbeiter jedoch mit der Begründung ab, man wolle nicht in ihre Bürgerrechte eingreifen. Oxfam selbst strich zuletzt über eine Milliarde Euro ein, die Hälfte davon stammt aus öffentlicher Hand.

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Von Veritatis