Sebastian Vettel mit seinem Aston Martin beim Training auf der Strecke von Imola.Foto: Hasan Bratic/dpa/dpa

Mercedes bestimmt den ersten Formel-1-Trainingstag in Imola. Max Verstappen erleidet einen Rückschlag. Sebastian Vettel muss weiter aufholen. Mick Schumacher sammelt Fleißpunkte.

Von der Spitze ist Sebastian Vettel auch in Imola weit entfernt. Der Aston-Martin-Pilot beendete den ersten Trainingstag zum Großen Preis der Emilia Romagna auf dem 15. Platz mit 1,541 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten Valtteri Bottas im Mercedes.

Mick Schumacher drehte in seinem unterlegenen Haas satte 28 Runden in der zweiten einstündigen Einheit des Tages und wurde vor seinem Stallrivalen Nikita Masepin Vorletzter.

„Das ist das wichtigste für uns“, meinte Haas-Teamchef Günther Steiner über das fleißige Pensum des Sohnes von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Vettel war mit seinem Warmup in Italien gar nicht so unzufrieden. „Wir haben ein paar neue Teile am Auto und konnten einen Schritt nach vorne machen“, befand der viermalige Weltmeister im TV-Sender Sky. „Insgesamt habe ich mich wohler gefühlt.“

Hinter Bottas drehte sein Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton die zweitschnellste Runde und lag nur minimale 0,010 Sekunden zurück. Max Verstappen erlebte nach seinem zweiten Platz in Bahrain vor drei Wochen einen schweren Rückschlag. Der Niederländer musste wegen eines Defekts seinen Red Bull schon nach zehn Minuten im zweiten Training abstellen und stapfte gefrustet zurück ins Fahrerlager. Platz 14 ist alles andere als ein gelungene Einstimmung auf eine Hamilton-Attacke, nachdem auch Sergio Perez im zweiten Red Bull Kummer gehabt hatte.

Dreher, Ausrutscher, Abflüge – schon das Auftakttraining war zerfahren gewesen. Zu allem Übel hatte die Formel 1 auch noch einen Systemausfall, der auch die Zusammenarbeit der Teams mit ihren Fahrern beeinträchtigte. „Es war so, als ob wir an der Boxenmauer blind gewesen wären“, bemerkte Vettels Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer, „und auch die Kommunikation mit den Fahrern hat nicht funktioniert.“

Das hatte sogar eine Rote Flagge während der ersten einstündigen Einheit zufolge. Das Training wurde unterbrochen, nachdem Verstappens heranrasender Red-Bull-Stallrivale Perez fast heftig mit dem bummelnden Alpine-Fahrer Esteban Ocon zusammengekracht wäre. Auslöser war, dass der Franzose über den schnellen Mexikaner von seiner Box wegen des Übertragungsproblems nicht informiert worden war.

Den Kampf gegen Sorgen kennt auch Vettel, der weiter Anpassungsprobleme bei seinem neuen Team hat. „Ich bin nicht müde geworden, positiv zu sein“, beteuerte der 33-Jährige. „Wir haben eine Menge Potenzial und können als Team und auch mit dem Wagen wachsen. Das Team ist sehr motiviert, sich zu verbessern.“

Um Fortschritte, um Lerneffekte geht es auch Schumacher in seiner ersten Formel-1-Saison. „Dieses Jahr ist zum Lernen da. Lernen geht auch immer mit Schmerzen einher“, befand Haas-Teamchef Günther Steiner und meinte damit in erster Linie den Russen Masepin, der im Auftakttraining ins Kiesbett rutschte und dann gegen die Streckenbegrenzung krachte. (dpa)


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Von Veritatis